Frühlingsmagie Workshop Teil 4

Der Frühling ist so richtig da, zumindest hier im Nordosten des Landes. Die Sonne scheint, alles blüht auf – es ist die Zeit des prallen Lebens, das erwacht. Eine gute Zeit, um etwas zu säen. Ob auf dem Balkon, auf dem Fensterbrett in der Küche oder im Garten im Frühbeet, ob zuhause oder beim Urban Gardening als Gemeinschaftsprojekt, ob ein paar Küchenkräuter oder Blumen oder etwas ganz anderes: völlig egal! Es geht darum, dass du ein paar Samen deine Aufmerksamkeit schenkst, ihnen neues Leben als gedeihende Pflanze gibst (das kann man übrigens gut mit einem kleinen Ritual verbinden, wenn dir auch sonst gerade etwas einfällt, das in deinem Leben wachsen und gedeihen soll).

Hast du noch nie selbst etwas angepflanzt? Kein Problem, das ist gar nicht so schwierig! Am besten googlest du vorher mal, welche Pflanze man am besten wann und wo (schattig, sonnig, welcher Boden?) anpflanzt und wie man sie pflegt. 🙂 Im März kann man beispielsweise schon gut Frühbeete mit erstem Gemüse anlegen, Tomatensamen drinnen im Topf vorziehen, Salat pflanzen und natürlich auch viele Blumen aussäen/einpflanzen.

Ich ziehe mir zumindest immer gern ein paar frische Kräuter auf dem Fensterbrett (Basilikum, Schnittlauch, Dill, Rosmarin …) und auf dem Balkon möchte ich dieses Jahr eine paar Blumenkübel mit Mini-Bienenwiesen bestücken, da gibt es oft fertige Samenmischungen, die Pflanzen – vor allem Wildblumen – enthalten, die für Bienen besonders lecker sind und ihnen die in der Großstadt manchmal vielleicht etwas knappe Nahrung liefern.

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Frühlingmagie Workshop Teil 3

Wenn du dich im Winter in der Natur umsiehst, siehst du vor allem eines: erdige, dunkle Farben. Karge Bäume, einen Boden bedeckt mit verdorrten, braunen Blättern, nackte Zweige an Büschen – oder aber Schnee, pures Weiß, das alles bedeckt. Hier und da natürlich etwas Immergrün oder ein paar rote Beeren. Nicht dass das nicht schön wäre, aber es ist eine dunkle, gedeckte Farbwelt oder aber ein sehr stilles Weiß.

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Doch im Frühling? Plötzlich ist alles voller lebendiger, frischer Farben. Das satte, leuchtende Grün des neuen Grases, der Triebe und Blätter. Das zarte Lila der Krokusse, das leuchtende Gelb der Osterglocken, das romantische Rosa der Kirschblüten – überall Farbtupfer!

Teil 3 des Frühlingsmagieworkshops beschäftigt sich mit diesen Farben des Frühlings. Bring auch du, wie die Natur, ein bisschen neue Farbe in dein Leben! Wie wäre es mit einer knallgelben Strumpfhose oder einer lila Krawatte oder Nagellack in der Farbe eines klaren, hellblauen Frühlingshimmels? Wie wäre es mit einem grasgrünen Smoothie oder einem narzissengelben Curry, wenn du eher nicht so mutig sein magst, was Garderobe oder Make-Up angeht? Vielleicht findest du auch ein paar bunte Vorhänge, Decken oder Kissenbezüge? Oder du besorgst dir einen Topf mit bunten Blumen?

Überleg dir, welche Farben du gerade brauchst, welche sich gut anfühlen. Farben haben eine große Wirkung auf uns, sie haben individuelle Bedeutungen, aber auch allgemeine Assoziationen, die fast jeder mit den Farben verbindet: Rot steht für Aufmerksamkeit, für Mut und Leidenschaft, für Wärme, Feuer, aber auch Aggression; Orange wird als fröhlich und vital wahrgenommen, aber auch als laut und unruhig, Gelb gilt als fröhlich und sonnig, steht für Reichtum, aber auch Gier, Violett gilt als Farbe des Geistes und wird gern mit Mystik, Phantasie und Entspannung verbunden … und und und. Nutze die Magie und Wirkung, die Farben in sich tragen. Nutze die Zeit, in der alles wieder bunt wird, um dich mit Farben auseinandersetzen – und das nicht nur theoretisch!

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Frühlingsmagie Workshop, Teil 2

Na, habt ihr am Wochenende schon einen kleinen Spaziergang geschafft oder musste der noch warten? Ich war heute unterwegs und fand es unglaublich, welche Frühlingsboten ich alle entdeckt habe, als ich genau hinschaute. img_0120-1

Heute geht es mit einer anderen Übung weiter. Und natürlich gehört er immer dazu: Der Frühjahrsputz! Keine Sorge, ich gebe dir jetzt nicht als Hausaufgabe auf, alle Zimmer blitzblank zu putzen. Viel eher solltest du zuerst überlegen, wo du eine Reinigung dringend brauchst. Vielleicht ist es wirklich der Ort, an dem du wohnst. Vielleicht hat sich tatsächlich zu viel Staub angesammelt oder du würdest dich besser fühlen, wenn du mal den Besen schwingen würdest. Vielleicht ist es nicht wirklich schmutzig, aber etwas anderes stört dich – Überreste der Winterdeko? Dinge, die keinen rechten Platz haben? Überleg dir doch 3 Dinge, die du nicht mehr brauchst und werde sie sofort (!) los. Schmeiß sie weg, wenn sie oll sind, oder verschenke sie an jemanden, der sie brauchen kann. Vielleicht brauchst du auch Reinigung nach einem langen Tag – ein heißes Bad, vielleicht mit etwas Rosmarinöl oder Lavendel. Und vielleicht sind es deine Gedanken, die frischen Wind brauchen – wie wäre es mit einer Meditation? All dies sind Optionen und wenn du die Zeit und das Bedürfnis hast, mach gern alles. Wenn nicht, mach nur das, was gerade am Sinnvollsten erscheint.

Frühlingsmagie Workshop, Teil 1

Merkt ihr es auch? Der Frühling kommt, zaghaft und doch bestimmt. Ich weiß, ich blogge leider kaum noch, ich finde neben all der Arbeit, dem Lernen, der Fotografie und dem Alltagsstress kaum Zeit dafür und immer, wenn ich Besserung gelobe, lenkt mich wieder etwas ab. So ist das Leben wohl, ich bin aber unheimlich dankbar, dass einige dennoch hier immer wieder reinschauen oder gar neu dazukommen und sich von Anfang an durchlesen.

Und als kleines dankbares Schmankerl für euch, habe ich mir einen Frühlingsmagieworkshop ausgedacht. Jeden Tag gibt es eine kleine Aufgabe, die ihr an diesem oder einem anderen Tag machen könnt – ich verspreche, sie sind gut auch in einen eher beschäftigten Alltag zu integrieren. Wir machen uns damit bereit für den Frühling, stimmen uns ein und laden ein bisschen seiner frischen, lebendigen Kraft und Magie in unser Leben ein. Seid ihr bereit? Na dann, los geht’s!

Tag 1: Ein Frühlingsspaziergang

Mach heute einen kleinen oder großen Spaziergang und sei dabei ganz achtsam, was deine Umgebung angeht. Wo siehst du erste Frühlingsboten? Siehst du hier und ein paar Knospen von Bäumen und Sträuchern, die ihren Winterschlaf beenden? Fühlst du warme Sonne auf deiner Haut und einen frischen Wind? Hörst du Vögel, die du die Monate zuvor vermisst hast? Begegnen dir erste Schneeglöckchen? Achte auf Zeichen des Frühlings und darauf, was sie mit dir machen. Du kannst später aufschreiben, was dir aufgefallen ist oder währenddessen ein paar Fotos machen – und den Spaziergang eine Woche oder einen Monat später wiederholen und vergleichen, was sich verändert hat. Du wirst überrascht sein, wie viel sich in dieser Zeit verändern kann, wie schnell etwas, das in der einen Woche noch trist, leer und tot aussah, nur wenige Wochen später schon voll neuen Lebens ist. Das ist die besondere Magie des Frühlings!

 

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Rezension: Der Kessel

Hallo, Ihr Lieben, es gab schon viel zu lange keine Rezension mehr, was wohl daran liegt, dass ich derzeit nicht so zum Lesen von Büchern komme. Doch es gibt ja auch noch etwas, was für diese stressigen Zeiten, in denen man eher zwischendurch mal ein bisschen was Schmökern will, die richtige Lektüre ist: Zeitschriften! Und inzwischen sogar ein deutschsprachiges Magazin für Hexen, Heiden und Naturverehrende: den Kessel.

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Jede Ausgabe hat ein übergeordnetes Thema, das Thema der dritten Ausgabe ist „Dornen“. Im Heft finden sich Artikel zu Hexenkunst, Göttern, Naturverehrung, Magie, aber auch Rituale und Rezepte und viele schöne Bilder, die das Ganze untermalen. Die Texte sind alle von unterschiedlichen Autoren, sauber lektoriert, und im Ton mal eher wie jemand, der einem eine persönliche Anekdote erzählt und dann wiederum auch mal sehr tiefsinnig und philosophisch, teilweise schon wirklich anspruchsvoll für eine Zeitschrift. Ich finde es spannend, all die unterschiedlichen Blickwinkel der Autoren kennenzulernen und ihre Denkanstöße mitzunehmen, wobei ich persönlich tatsächlich eher die nicht ganz so abstrakt-philosophischen Themen mag, die sich mit der Natur, Ritualen, magischen Orten und Momenten beschäftigen, mit der Hexenkunst oder die was für mich als Küchenhexe sind. Aber so findet in diesem bunt gemischten Kessel jeder die Zutaten, die er gerne mag. 🙂

Mit 15 Euro ist das Magazin nicht ganz günstig, zugegeben, aber dafür hat man auch etwas in der Hand, ein liebevoll aufgemachtes Werk, in dem man immer wieder blättern und weiterlesen kann – gerade auch für mich, die ich momentan nicht mehr so gern auch in der Freizeit am PC sitze, ideal. Ich wünsche dem Projekt viel Glück, möge aus dem Kessel immer nur Gutes geschöpft werden!

Naturmagie

Kennt ihr das, bei einem Spaziergang draußen an allen Ecken irgendwas Besonderes zu sehen, das euch verzaubert? Euch zu einem bestimmten Baum, einer bestimmten Pflanze hingezogen zu fühlen? Aus einer Eichel, etwas Kiefernrinde und einer Feder, die ihr auf dem Waldboden finden, spontan einen ganz eigenen Zauber zu weben? Die Hände und Füße auf das Moos zu legen, die Erde zu spüren und euch gleich viel gestärkter zu fühlen?

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(Mehr magische Bilder von meinen Streifzügen durch die Natur unter: https://www.instagram.com/selenophile_witch/)

Kleine Rituale, viel Liebe

Erstmal möchte ich mich für die große Resonanz auf den letzten Artikel bedanken! Entschuldigt bitte, dass ich derzeit nicht immer zeitnah dazu komme, Kommentare freizuschalten und zu beantworten, mein Arbeitspensum übersteigt derzeit oft meine Zeit- und Kraftreserven. Aber da euch das Thema „zu wenig Rituale, Feste, magische Praktiken“ so angesprochen hat, möchte ich es jetzt fortführen und ein paar kleine Vorschläge machen, wie ihr wieder ein bisschen mehr Magie in euren Alltag einbringen könnt. img_1267Dabei stellen sich aber erstmal ein paar Fragen: Vor allem natürlich, ob ihr das Gefühl habt, dass euch etwas fehlt, ob ihr die Rituale und das Ganze drumherum vermisst? Wenn nicht, wenn ihr eure Spiritualität ganz im Innern auslebt oder euch ein Spaziergang völlig reicht, um euch magisch zu fühlen, was ich ja auch im letzten Artikel schon als vollkommen in Ordnung bekräftigt habe, dann könnt ihr theoretisch auch aufhören zu lesen. 😉 Wenn ihr allerdings ein bisschen unzufrieden damit seid, dass die magische Praxis fehlt, dann folgt schon die nächste Frage: Warum fehlt sie?

Vielleicht fehlt euch einfach die Zeit. Arbeit, Studium, Familie, Freunde, Haushalt, Papierkram und und und … wie soll man sich da noch hinsetzen, einen Altar errichten, einen Kreis ziehen, ritualisieren, davor noch runterkommen, in die richtige Stimmung kommen, f156425752später noch alles wieder aufräumen? Klar, dass das irgendwie dann einfach immer hintenrunter fällt. Versuch es lieber mit ganz, ganz minimalistischen Ritualen. Nutze nicht mehr als 2 Dinge, das kann eine bunte Kerze und eine Stecknadel sein oder eine Feder und eine Kordel. Lass alles weg, was dich stresst und behindert. Überleg dir eine Zeit, in der du wirklich ZEIT hast für DICH – Sonntagabende sind oft ziemlich gut geeignet.

Vielleicht fehlt dir aber auch die Kraft. Machen wir uns nichts vor: Es gibt schlimme Krankheiten wie Depressionen, Burn-Out oder auch einfach „nur“ sehr anstrengende Lebensabschnitte. Hier rate ich dir, nichts zu erzwingen und dir keine Vorwürfe und keinen Druck zu machen. Überleg dir, was dir an Ritualen, an hexischen Dingen immer am meisten Spaß gemacht hat, vor allem von den kleinen, einfachen Dingen, die nicht viel Energie gefressen, aber dein Herz zum Hüpfen gebracht haben. Mochtest du es, Kräuter und Harze zu räuchern? Dann mach doch ein bisschen Kohle an und pack deine Lieblingsräucherwerke drauf, vielleicht ist es genau das, was du gerade brauchst. Mochtest du es zu chanten? Dann chante für dich, so lange es sich gut anfühlt. Vielleicht magst du Tarotkarten? Dann zieh doch mal wieder eine und sieh sie dir in Ruhe an.

Oder fehlen dir die Schwestern? Dann schau doch, ob du ein paar magische Freundschaften in deiner Umgebung knüpfen kannst, es gibt superviele offene Rituale inzwischen. Oder ist es die Inspiration? Dann wühle dich ein bisschen durch Blogs, durch Pinterest und Instagram, es gibt so viele interessante magische Wege, Rituale und Personen! Was auch immer es ist, sei nicht zu streng, zu ungeduldig mit dir – alles kommt irgendwann allein (wieder) zu dir.

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