Frühlingsmagie Workshop, Teil 1

Merkt ihr es auch? Der Frühling kommt, zaghaft und doch bestimmt. Ich weiß, ich blogge leider kaum noch, ich finde neben all der Arbeit, dem Lernen, der Fotografie und dem Alltagsstress kaum Zeit dafür und immer, wenn ich Besserung gelobe, lenkt mich wieder etwas ab. So ist das Leben wohl, ich bin aber unheimlich dankbar, dass einige dennoch hier immer wieder reinschauen oder gar neu dazukommen und sich von Anfang an durchlesen.

Und als kleines dankbares Schmankerl für euch, habe ich mir einen Frühlingsmagieworkshop ausgedacht. Jeden Tag gibt es eine kleine Aufgabe, die ihr an diesem oder einem anderen Tag machen könnt – ich verspreche, sie sind gut auch in einen eher beschäftigten Alltag zu integrieren. Wir machen uns damit bereit für den Frühling, stimmen uns ein und laden ein bisschen seiner frischen, lebendigen Kraft und Magie in unser Leben ein. Seid ihr bereit? Na dann, los geht’s!

Tag 1: Ein Frühlingsspaziergang

Mach heute einen kleinen oder großen Spaziergang und sei dabei ganz achtsam, was deine Umgebung angeht. Wo siehst du erste Frühlingsboten? Siehst du hier und ein paar Knospen von Bäumen und Sträuchern, die ihren Winterschlaf beenden? Fühlst du warme Sonne auf deiner Haut und einen frischen Wind? Hörst du Vögel, die du die Monate zuvor vermisst hast? Begegnen dir erste Schneeglöckchen? Achte auf Zeichen des Frühlings und darauf, was sie mit dir machen. Du kannst später aufschreiben, was dir aufgefallen ist oder währenddessen ein paar Fotos machen – und den Spaziergang eine Woche oder einen Monat später wiederholen und vergleichen, was sich verändert hat. Du wirst überrascht sein, wie viel sich in dieser Zeit verändern kann, wie schnell etwas, das in der einen Woche noch trist, leer und tot aussah, nur wenige Wochen später schon voll neuen Lebens ist. Das ist die besondere Magie des Frühlings!

 

img_9638-1

Rezension: Der Kessel

Hallo, Ihr Lieben, es gab schon viel zu lange keine Rezension mehr, was wohl daran liegt, dass ich derzeit nicht so zum Lesen von Büchern komme. Doch es gibt ja auch noch etwas, was für diese stressigen Zeiten, in denen man eher zwischendurch mal ein bisschen was Schmökern will, die richtige Lektüre ist: Zeitschriften! Und inzwischen sogar ein deutschsprachiges Magazin für Hexen, Heiden und Naturverehrende: den Kessel.

img_5848

Jede Ausgabe hat ein übergeordnetes Thema, das Thema der dritten Ausgabe ist „Dornen“. Im Heft finden sich Artikel zu Hexenkunst, Göttern, Naturverehrung, Magie, aber auch Rituale und Rezepte und viele schöne Bilder, die das Ganze untermalen. Die Texte sind alle von unterschiedlichen Autoren, sauber lektoriert, und im Ton mal eher wie jemand, der einem eine persönliche Anekdote erzählt und dann wiederum auch mal sehr tiefsinnig und philosophisch, teilweise schon wirklich anspruchsvoll für eine Zeitschrift. Ich finde es spannend, all die unterschiedlichen Blickwinkel der Autoren kennenzulernen und ihre Denkanstöße mitzunehmen, wobei ich persönlich tatsächlich eher die nicht ganz so abstrakt-philosophischen Themen mag, die sich mit der Natur, Ritualen, magischen Orten und Momenten beschäftigen, mit der Hexenkunst oder die was für mich als Küchenhexe sind. Aber so findet in diesem bunt gemischten Kessel jeder die Zutaten, die er gerne mag. 🙂

Mit 15 Euro ist das Magazin nicht ganz günstig, zugegeben, aber dafür hat man auch etwas in der Hand, ein liebevoll aufgemachtes Werk, in dem man immer wieder blättern und weiterlesen kann – gerade auch für mich, die ich momentan nicht mehr so gern auch in der Freizeit am PC sitze, ideal. Ich wünsche dem Projekt viel Glück, möge aus dem Kessel immer nur Gutes geschöpft werden!

Naturmagie

Kennt ihr das, bei einem Spaziergang draußen an allen Ecken irgendwas Besonderes zu sehen, das euch verzaubert? Euch zu einem bestimmten Baum, einer bestimmten Pflanze hingezogen zu fühlen? Aus einer Eichel, etwas Kiefernrinde und einer Feder, die ihr auf dem Waldboden finden, spontan einen ganz eigenen Zauber zu weben? Die Hände und Füße auf das Moos zu legen, die Erde zu spüren und euch gleich viel gestärkter zu fühlen?

img_5778img_5796img_5061img_5099img_5218

(Mehr magische Bilder von meinen Streifzügen durch die Natur unter: https://www.instagram.com/selenophile_witch/)

Kleine Rituale, viel Liebe

Erstmal möchte ich mich für die große Resonanz auf den letzten Artikel bedanken! Entschuldigt bitte, dass ich derzeit nicht immer zeitnah dazu komme, Kommentare freizuschalten und zu beantworten, mein Arbeitspensum übersteigt derzeit oft meine Zeit- und Kraftreserven. Aber da euch das Thema „zu wenig Rituale, Feste, magische Praktiken“ so angesprochen hat, möchte ich es jetzt fortführen und ein paar kleine Vorschläge machen, wie ihr wieder ein bisschen mehr Magie in euren Alltag einbringen könnt. img_1267Dabei stellen sich aber erstmal ein paar Fragen: Vor allem natürlich, ob ihr das Gefühl habt, dass euch etwas fehlt, ob ihr die Rituale und das Ganze drumherum vermisst? Wenn nicht, wenn ihr eure Spiritualität ganz im Innern auslebt oder euch ein Spaziergang völlig reicht, um euch magisch zu fühlen, was ich ja auch im letzten Artikel schon als vollkommen in Ordnung bekräftigt habe, dann könnt ihr theoretisch auch aufhören zu lesen. 😉 Wenn ihr allerdings ein bisschen unzufrieden damit seid, dass die magische Praxis fehlt, dann folgt schon die nächste Frage: Warum fehlt sie?

Vielleicht fehlt euch einfach die Zeit. Arbeit, Studium, Familie, Freunde, Haushalt, Papierkram und und und … wie soll man sich da noch hinsetzen, einen Altar errichten, einen Kreis ziehen, ritualisieren, davor noch runterkommen, in die richtige Stimmung kommen, f156425752später noch alles wieder aufräumen? Klar, dass das irgendwie dann einfach immer hintenrunter fällt. Versuch es lieber mit ganz, ganz minimalistischen Ritualen. Nutze nicht mehr als 2 Dinge, das kann eine bunte Kerze und eine Stecknadel sein oder eine Feder und eine Kordel. Lass alles weg, was dich stresst und behindert. Überleg dir eine Zeit, in der du wirklich ZEIT hast für DICH – Sonntagabende sind oft ziemlich gut geeignet.

Vielleicht fehlt dir aber auch die Kraft. Machen wir uns nichts vor: Es gibt schlimme Krankheiten wie Depressionen, Burn-Out oder auch einfach „nur“ sehr anstrengende Lebensabschnitte. Hier rate ich dir, nichts zu erzwingen und dir keine Vorwürfe und keinen Druck zu machen. Überleg dir, was dir an Ritualen, an hexischen Dingen immer am meisten Spaß gemacht hat, vor allem von den kleinen, einfachen Dingen, die nicht viel Energie gefressen, aber dein Herz zum Hüpfen gebracht haben. Mochtest du es, Kräuter und Harze zu räuchern? Dann mach doch ein bisschen Kohle an und pack deine Lieblingsräucherwerke drauf, vielleicht ist es genau das, was du gerade brauchst. Mochtest du es zu chanten? Dann chante für dich, so lange es sich gut anfühlt. Vielleicht magst du Tarotkarten? Dann zieh doch mal wieder eine und sieh sie dir in Ruhe an.

Oder fehlen dir die Schwestern? Dann schau doch, ob du ein paar magische Freundschaften in deiner Umgebung knüpfen kannst, es gibt superviele offene Rituale inzwischen. Oder ist es die Inspiration? Dann wühle dich ein bisschen durch Blogs, durch Pinterest und Instagram, es gibt so viele interessante magische Wege, Rituale und Personen! Was auch immer es ist, sei nicht zu streng, zu ungeduldig mit dir – alles kommt irgendwann allein (wieder) zu dir.

Merken

Die Magie in und um uns

Manchmal kann man ja ins Zweifeln kommen. Ewig kein Jahreskreisfest mehr mit Ritual gefeiert, ewig überhaupt kein Ritual gemacht, nicht diviniert, gar nichts. Macht das dich weniger zu einer Hexe? Nö.

rosepenta

Nicht so lange du in dir und um dich die Magie fühlen kannst. Musst du ein großes Fest feiern, um die Sonne und die Ernte um Lammas zu genießen, um mitzubekommen, dass etwas sich wandelt, dass die Tage kürzer, dunkler werden? Nein. (Ist es toll, es dennoch zu tun, wenn es sich ergibt? Ja!). Musst du ein Ritual abhalten, wenn es eigentlich gerade

nicht notwendig ist, wenn es dir an sich ziemlich gut geht, wenn sich alle Wünsche auch einfach durch schnöde Arbeit oder Warten erfüllen lassen? Nein. Wenn du wirklich ein bisschen MEHR Hilfe brauchst, wirst du auch zu deiner Magie greifen, aber es ist nicht schlimm, es eine ganze Weile lang nicht zu tun. Tarotkarten, Kristalle, Kreise, Athame, Pentagramm, Kerzen – alles Beiwerk, alles nicht das, was eine Hexe ausmacht und wenn es mal eine Weile verstaubt, dann ist das in Ordnung. Wichtig ist nur, offen zu sein – merkst du, wann die Luft sich ändert, wann sie irgendwie herbstlich riecht und sich anfühlt, auch wenn die Blätter noch nicht bunt sind? Weißt du, ohne den Himmel anzuschauen, dass der Vollmond bald da ist? Spürst du, ohne ein riesiges Ritual abzuhalten, mit wem oder was du verbunden bist, egal ob Götter, Ahnen, Elemente, Energien? Versuchst du, deinen Weg zu gehen, niemandem zu schaden, und strebst nach deinem Glück, geschaffen durch dich selbst? Das reicht oft schon aus. Und wenn du dennoch mal Lust hast, das wallende Kleid anzuziehen, den Kreis zu ziehen, hexisch zu dekorieren, auf das ganze Drumherum: wunderbar, tu es!

Ich habe darauf nach langer Zeit, in der ich über Magie, Spiritualität und meinen Weg nachgedacht habe, tatsächlich mal wieder Lust. Erst einmal allein, aber da mich immer wieder Anfragen erreichen, ob ich nicht für liebe LeserInnen dieses Blog etwas organisieren möchte, an dem sie teilnehmen dürfen, würde ich vielleicht auch ein etwas offeneres Ritual organisieren, wenn tatsächlich noch Interesse besteht. Ein bisschen wilde Magie zusammen praktizieren, wie klingt das?

Merken

Demeter

Die einen schreiben Hymnen für die Götter, formen Statuen aus Stein oder Ton, malen wundervolle Gemälde – doch meine Kunst ist die Fotografie, die ich nichtsdestotrotz nun auch nutzen möchte, um mich mit den Göttern und Göttinnen zu beschäftigen. Beginnen wir mit Demeter. Vielleicht auch Ceres, wenn ihr es eher mit den Römern haltet als mit den Griechen. 😉

IMG_0024

Demeter ist eine Göttin der Ernte, der Fruchtbarkeit, des Getreides, auch eine Muttergöttin, nämlich die Mutter von Persephone, die von Hades entführt wurde.

Ihre Attribute sind Weizen, Gerste und Mohn, auch Bienen und Samen. Ebenso auch die Doppelaxt, aus zwei (Mond-)sicheln geformt, die jedoch wohl weniger eine Waffe als vielmehr ein Erntewerkzeug darstellt. Geburt und Tod, Saat und Ernte, der Kreislauf des Jahres und des Lebens selbst – Demeter kümmert sich um all diese Aspekte und ist in dieser Zeit gerade jezt, in der die heidnischen Erntefeste bevorstehen, sehr wichtig. Die letzte Getreidegarbe der Jahresernte wurde Demeter genannt und symbolisch in Frauengewänder gehüllt bei früheren Erntefesten der Griechen.

IMG_0070

Vollmond und Sommersonnenwende

In die Zeit vom 20./21.6. fällt die Sommersonnenwende, der längste Tag, die kürzeste Nacht des Jahres. Und schon schwindet das Licht danach wieder kaum merklich jeden Tag ein bisschen mehr. Wie schnell das Jahresrad sich immer wieder dreht! Und nicht nur das, wir haben zugleich Vollmond, einen Erdbeermond. Dass dies zusammentrifft, passiert gar nicht so häufig – wenn ihr könnt, dann feiert also Esbat (den Vollmond) und Sabbat (Litha/die Sonnenwende) ausgiebig. Die Kraft der Sonne, genauso wie die des Mondes! Welchen Aspekt ihr dabei besonders betonen möchtet, steht euch frei – das Feuer, die Stärke, das Licht der Sonne, das männliche Prinzip? Oder die Kraft des geheimnissvollen, gefühlvollen, süßen Mondes, das weibliche Prinzip? Natürlich könnt ihr auch beide in Einklang bringen, wenngleich es ja für den Vollmond in dieser Nacht und in unserer Hälfte der Welt doch nur ein kurzer Auftritt wird.

Zwischenablage01