Meditation II

Manchmal ist es wie verhext: Man nimmt sich vor, mindestens 2 bis 3 Mal pro Woche ein halbes Stündchen zu meditieren, aber Job, Studium, Familie oder Privatleben lassen einem einfach keine Ruhe. Das heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem zum Meditieren kommen kann.

Es gibt viele Arten, Meditation in den Alltag zu integrieren, ohne sich bewusst einen Zeitraum für die Meditation zu schaffen. Dies wäre zwar wünschenswert, aber es geht auch ohne, wenn man sich darauf einlässt. Fangen wir mit dem Morgen an – unter der Dusche, während man dem Wasser lauscht, stellt man sich vor, wie alle Schläfrigkeit hinweggespült wird, wie die Wassergeister einem Energie und Leben spenden, wie man innerlich und äußerlich gereinigt wird, um den neuen Tag selbst als neuer Mensch zu beginnen. Auch das mit gleichförmigen Bewegungen ausgeübte Einseifen das Körpers kann meditative Wirkung entfalten. Oder spüre das Blut in deinen Adern pulsieren, spüre, dass auch du Wasser bist, aus Wasser bestehst, ein Teil des großen Ozeans bist, der sich Universum nennt.

Auf dem Weg zur Arbeit, wenn man öffentliche Verkehrsmittel nutzt, kann man natürlich auch Meditieren, ob man dabei nun aus dem Fenster starrt und sich von der dahinziehen Landschaft beruhigen lässt oder Meditationsmusik lauscht oder einfach nur die Augen schließt und alle Geräusche um sich herum ausblendet (was natürlich Übung erfordert), jeder kann da seine Methode finden. Man sollte sich jedoch einen Wecker stellen, damit man nicht vergisst, auszusteigen bzw. damit man nicht vor Angst, den Ausstieg zu verpassen, die Entspannung verhindert.

Die lästige Hausarbeit – besonders Abwaschen und Bügeln – kann auch wunderbar der mentalen Übung dienen. Dafür konzentriert Ihr euch einfach mit aller Kraft auf die Tätigkeit, die Ihr gerade ausübt, am besten mit immer gleichen oder ähnlichen, nicht zu hektischen Bewegungsabläufen. Sollten eure Gedanken abschweifen, dann fokussiert Euch wieder und wieder auf das, was Ihr gerade tut. Widmet Eure ganze Aufmerksamkeit dem Schwamm, der allen Schmutz entfernt, den Wassertropfen auf dem sauberen Geschirr, dem Glanz, dass es bekommt und dem Handtuch, das trocknet und dabei feucht wird. Klingt albern, ist aber gar nicht so leicht und sehr effektiv. Das Ganze funktioniert natürlich auch, wenn man den Boden fegt, wischt oder saugt, die Fenster putzt, die Wäsche macht oder ähnliches, die Tätigkeit sollte aber mindestens 10 Minuten in Anspruch nehmen.

Auch das Lösen von Kreuzworträtseln oder das Puzzeln kann die Konzentrationsfähigkeit stärken und man kann es zudem gemeinsam mit dem Partner oder Kindern machen.

Das Ausführen des Hundes kann ebenfalls genutzt werden, um zu meditieren. Ihr könnt entweder eine bestimmte Strecke auswählen, die ihr in einer möglichst natürlichen Umgebung abgeht und sie im Jahreskreis genau beobachten. Jede Veränderung nehmt ihr in Euch auf, jede neue Knospe, neue Blüte, neue Frucht. Und jedes Blatt, das sich verfärbt, das vom Baum fällt. Jeden Ast, der kahl wird, der morsch wird, der bricht. Alle Tiere und die Spuren, die sie hinterlassen. Die Wolken am Himmel, ihre Farbe, ihre Form, die Richtung, in die sie vorüberziehen. Nehmt dies alles in Euch auf, denkt darüber nach, prägt es Euch ein. Dies kann auch helfen, wenn Ihr später versucht, eine Astralreise durchzuführen.

Und die Katzentypen wissen vermutlich ohnehin, wie entspannend und meditativ es sein kann, einen schnurrenden Tiger zu streicheln.

Abends im Bett kann man dann natürlich auch nochmal meditieren, ob man nun seine Chakren öffnet/reinigt/schließt, sein inneres Kind oder einen Kraftort besucht, eine Elemente-Meditation macht oder auch nur die Gedankenstille produziert, muss jeder selbst entscheiden. Es ist jedoch nicht verkehrt, sich zwischendurch nochmal aufzusetzen, etwas zu trinken oder nochmal aufzustehen, sodass man sich nicht daran gewöhnt, dass die Meditationsphase zum Schlaf führt.

Viel Spaß beim Üben und dabei neue Wege zu finden, Meditation im Alltag einzubauen!

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