Erdung

Momentan ist es für mich wieder Zeit, mich ein bisschen mehr auf eine gute Erdung so konzentrieren. Da mir dabei eingefallen ist, wie viele Probleme ich zu Beginn mit dem Thema hatte bzw. wie unbefriedigend alle Informationen – so es sie überhaupt gab – in einschlägigen Büchern mitunter sind, schreibe ich nun mal etwas ausführlicher darüber. Manches ist sicher verbreitet und bekannt, aber ich habe wie immer auch meine persönlichen Erfahrungen und Ansichten mit eingebracht.

Warum erdet man sich überhaupt?

Das kann verschiedene Gründe haben. Zum einen hilft es, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren vor lauter magischen/esoterischen Studien. Man bleibt im Hier und Jetzt tief verankert und vermeidet, dass der Kopf in den Wolken hängt und man den Bezug zur Realität verliert. Man stabilisiert sich und ist so weniger leicht beeinflussbar und nicht so fahrig. Außerdem kann man überschüssige/negativ wirkende Energie ableiten oder vor einem Ritual Energie auftanken, man hält durch Erdung also ein gewisses Gleichgewicht.

Wie kann man sich erden?

Eine sehr bekannte Technik ist die Baummeditation, die gern ausführlich beschrieben wird, aber prinzipiell auch ganz kurz erklärt werden kann: Man visualisiert, wie sich aus den Füßen Wurzeln in die Erde graben und aus dem Rumpf Äste in den Himmel ragen. Über die Äste, Zweige, Blätter nimmt man Energie auf, über die Wurzeln gibt man überschüssige/negative Energie ab. Das Ganze gibt es auch noch in diversen Varianten, wer es detaillierter braucht, wird sicher fündig.

Aber eine richtig gute Erdung braucht bei vielen Leuten mehr als Meditation. Gerade wer ständig mit dem Leben auf dieser Erde hadert, am liebsten ganz woanders wäre, alle alltäglichen Aufgaben abstoßend findet und wer sich selbst nicht annimmt oder seine Schatten ignoriert, ist häufig schlecht geerdet. Da helfen auch keine „Ja, das Leben ist schön und wir sind alle Licht und Liebe“-Seminare, denn natürlich ist das Leben nicht immer schön und Wut und Zorn haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Ehrlich zu sich selbst und seiner Umwelt sein, auch wenn es mal hässlich wird, und die Spiritualität nicht als Flucht zu benutzen wäre auf jeden Fall ein guter Anfang.

Es gibt allerdings auch noch ein paar einfache und handfeste Erdungsmöglichkeiten, die mE besonders gut für Menschen sind, die sehr viel geistig machen – da hilft eine körperliche Erdung einfach schneller und besser:

  • Sport erdet, Tanz erdet oder auch simples Stampfen und Klatschen oder barfuß über die Erde laufen/mit den Händen in der Erde wühlen.
  • Essen erdet auch – besonders Wurzelgemüse, Fleisch (wenn man es denn isst), für manche auch Süßkram, das ist aber Geschmackssache.
  • Was Sex angeht, scheiden sich die Geister – die einen finden ihn sehr erdend, die anderen überhaupt nicht, das muss jeder für sich wissen
  • Gartenarbeit und Handwerk erden jedoch meist
  • Wechselduschen sind ebenfalls eine Möglichkeit
  • diverse Atem- und Konzentrationsübungen sind auch erdend (z.B. „Piko Piko“)

Wer wie ich gern mit ätherischen Ölen arbeitet (bzw. sie genießt), dem sei für die Erdung Vetiver empfohlen, Patchoulie finde ich auch passend, das mag aber nicht jeder, da der Duft sehr schwer und intensiv ist; Zypresse, Ylang-Ylang und Sandelholz wären ebenfalls denkbar.

Und was Steine angeht können diese die Erdung unterstützen: Versteinertes Holz, Sardonyx, Karneol, Schörl, etc.

Soviel erstmal dazu, auch wenn es noch einiges mehr gäbe, aber vielleicht komme ich später nochmal zur Erdung, denn ich bin sicher, dass ich selbst bei dem Kapitel auch noch viel lernen kann und muss. Was mich persönlich übrigens noch total super erdet sind Gesetzestexte! 😉 Einfach mal die §§ 812 ff BGB lesen und ich bin fest verhaftet im Hier und Jetzt – aber das ist wohl eine sehr spezielle Erdung …

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6 Gedanken zu “Erdung

  1. Pingback: Zeitgeschehen – bewusst, vegan, froh – eine Meinung – Lasota.MannausdemWald

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