Gewitter & Magie

Gestern gab es nach einem generell sehr heißen und schwülen Wochenende wieder einmal ein ordentliches Gewitter  mit heftigem Donner, vielen Blitzen, Wind und Regen. Ich persönlich kann das seit ich in der Großstadt lebe ja meist genießen – weder hab ich Angst vor Gewittern, noch muss ich um Haus und Hof fürchten. Aber ich habe mir heute mal Gedanken um die magische Seite des Gewitters gemacht.

Erstmal ist natürlich die Frage, was man will. Möchte man sich vor Gewitter schützen, ein Gewitter herbeirufen oder es sich einfach zunutze machen? Für ersteres gibt es beispielsweise die Tradition der Gewitterkerzen, die vor allem an Wallfahrtsorten hergestellt wurde (und noch oder wieder wird). Meist sind es schwarze Kerzen, die nur vor oder während eines Gewitters entzündet wurden, um Mensch, Tier und Heim zu schützen. Es gibt zudem zahlreiche Talismane, Mojos, Chants/Gebete und Zauber aus der Volksmagie, die ebenfalls Schutz vor Gewitter bieten sollen, zum Beispiel: ein Anti-Blitz-Mojo (mit Salz, Eicheln, Haselnuss, Hauswurz, Farn und Holunder), Feuerachat, Blauer Calcit, Rubin, Jazinth Eichen, ein Stück verkohltes Holz von einem vom Blitz getroffenen Baum, an Gründonnerstag geschnittener Hagedorn, usw.

Man kann sich ein Gewitter aber auch zunutze machen: Man kann das Regenwasser auffangen, das diese stürmische, kräftige Energie in sich trägt und in Ritualen zu verschiedenen Zwecken nutzen, z.B. für mehr Durchsetzungsvermögens, mehr Leidenschaft oder um Gegner abzuwehren. Oder man legt Talismane oder Kraftgegenstände während eines Gewitters hinaus, damit sie von der Gewitterkraft aufgeladen werden.

Einen Sturm herbeizurufen ist dagegen schon tückischer (und ich gebe zu, ich stehe dem sehr skeptisch gegenüber) – traditionell wurde dafür zum Beispiel eine Kaktusrassel oder ein Sturmgebräu/-räucherung aus Farnen und anderen Kräutern genutzt, es wurde getanzt, gesungen und Götter gerufen.

Im Übrigen kann man mit Regen auch orakeln – Hydastokopie nennt sich das Wassersehen, bei dem man entweder anhand von Pfützen oder aufgefangenem Regenwasser Zukunftsschau betreibt.

Es gibt sicher noch tausend Dinge, die man während, nach oder vor einem Gewitter tun kann, also: abwarten und ausprobieren!

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2 Gedanken zu “Gewitter & Magie

  1. Den sichersten und unmagischsten Schutz am Haus bietet wohl immer noch der Blitzableiter mit guter Erdung 🙂
    Ich habe aber auch Hauswurz gepflanzt und wenn es so richtig heftig ist, dann räuchere ich auch, um die Spannung aus der Luft zu nehmen. Sicher ist sicher…
    Liebe Grüße, Alruna

  2. Ja, Blitzableiter sollte wirklich sein – wobei der das Haus einer Nachbarin leider auch nicht geschützt hat, da schlug der Blitz dennoch ein. Könnte aber natürlich gut sein, dass es da an guter Erdung fehlte.
    Ich denke allerdings ohnehin, dass der magische Schutz noch so ein kleines Plus ist, um vor allem der Angst entgegenzuwirken und auch um nicht nur Haus, sondern auch Hof – inklusive Bäumen, Gärten, Tieren, Stall, etc zu schützen.

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