Magie in der Küche

Seit ich meine Liebe für’s Kochen entdecke (die zugegeben immer noch eher eine Hassliebe ist), fällt mir immer wieder auf, wie magisch es in der Küche zugeht. Das fängt beim Gewürzregal mit all den Gewürzen und Kräutern an, die nicht nur lecker sind, sondern denen man auch ihre magische Bedeutung zumessen kann, geht weiter mit dem Kochprozess an sich, dem fast schon meditativen „Rühren im Kessel“ sozusagen und endet bei dem magischen Moment, in dem man herausfindet, wie all die einzelnen Zutaten etwas ganz Neues, im Idealfall schmack- und nahrhaftes gebildet haben.

Kochen und magische Arbeit können für mich ganz simpel Hand in Hand gehen. Ich brauche ja ohnehin kein schickes Athame, wenn ich ein Küchenmesser habe und auch keinen tollen Kelch, wenn es ein normales Wasserglas genauso tut. Wenn es ans Räuchern geht, dann bediene ich mich auch häufig in der Küche, bei Salbei, Lorbeer, Rosmarin, Majoran, Zimt, usw.

Aber nicht nur in Form von magischen Räucherungen, Ölen, Zauberbeutelchen oder Ähnlichem entfalten diese Zutaten Wirkungen, sondern auch in den Mahlzeiten, wenn man sie mit entsprechender Intention kocht.

Wenn ich Liebe anziehen will, kann ich beispielsweise einen Apfel-Zimt-Kuchen backen und visualisiere mich dabei in einer glücklichen Partnerschaft, brauche ich Geld, backe ich vielleicht ein Ingwerbrot in einer Form, die für mich Geld/Reichtum symbolisiert. Geht es mir um Schutz, mache ich ein besonders feuriges Chili mit Jalapenos, Zwiebeln, Chilis, Reis und male vielleicht ein Pentagramm in die Sauce, wenn ich meine Spiritualität etwas erhöhen will, verzichte ich auf Fleisch und Wurzelgemüse und mache zum Beispiel etwas Safranreis .

Man kann aus dem magischen Kochen natürlich ein großes Ritual machen mit Kerzen, geweihtem Kochlöffel, Schutzkreis, etc. Nötig ist das aber nicht, es kommt auf die Zutaten (eine Tüte mit Maggifixpampe wird wohl kaum Wirkungen erzielen) und – natürlich – den Willen an. Es gibt viele fertige Korrespondenzen (ein schönes Buch allgemein zu dem Thema ist von Scott Cunningham „Encyclopedia of Magic in the Kitchen“), wichtig ist aber auch die persönliche Symbolik. Ich assoziiere zum Beispiel Currys mit Freundschaft, wegen ihrer sonnigen Farbe und weil ich meist mit anderen Leuten gemeinsam Currys koche und genieße. Pudding assoziere ich mit Trost und Geborgenheit, weil er mir häufig gemacht wurde, wenn ich traurig war. Echte Vanille assoziiere ich mit Reichtum, weil es so selten welche gab und sie wie eine kleine Kostbarkeit verwendet wurde und Knoblauch wäre wohl mein Exorzismusmittel, weil man damit mich und meine ganze Familie sofort vom Tisch vertreiben konnte … 😉

Also dann, ran an Kessel und Zauberstab – oder eben Kochtopf und Kochlöffel!

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3 Gedanken zu “Magie in der Küche

  1. Kochen ist wirklich die pure Magie, ich fühle mich selten so verbunden mit allem – vor allem mit der Natur – als beim kochen. 🙂

    Und es entspannt dazu auch noch. 🙂

  2. Oh wenn Gäste kommen ist es auch alles andere als Entspannung *lach*

    Ich koche jetzt seit zwei Stunden fleißig Apfelmus und bin entspannt wie nach einer Woche Urlaub. Hach…so schön….*miau*

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