Lughnasadh – Das Schnitterfest

In Kürze (entweder am Vorabend des 1. August oder am nächstgelegenen Vollmond) ist es Zeit für das Schnitterfest, Lughnasadh (auch: Lammas, Haustblót, Leibmesse, Cornucopia, Ceresalia, Dozynki, Fest des Brotes) genannt. Zwar fällt es schwer, vom Sommer Abschied zu nehmen, wenn uns dieser scheinbar ohnehin dieses Jahr nur recht kurze Besuche abgestattet hat, aber immerhin wartet auf viele noch eine reiche Ernte. Die ersten Früchte sind zwar schon abgeerntet – Erdbeeren, Kirschen, Salat, etc. -, es warten jedoch noch jede Menge andere, wie Äpfel, Birnen, Gurken, Kartoffeln, Getreide und Möhren, sodass wir immer noch in einer Zeit der Fülle leben, für die wir dankbar sein dürfen. Im Übrigen erntet ja nicht nur der, der Getreide und ähnliches gesät hat – auch so manches Vorhaben, so mancher Plan, so manche Bemühung mag ja inzwischen gereift sein und nun Früchte tragen …Um dieses erste von 3 keltischen Erntefesten zu feiern, gibt es hier wie immer ein paar Anregungen.

Götter, Göttinnen: Lugh, Demeter, Ceres, die Korn-Mutter, Habondias, Bastet, Osiris, Tammuz, Taillte, Ops, Crom Dubh, Hephaistos,

Farben: gelb/goldgelb, orange, grün, rot, hellbraun

Altardekoration: Garben aus Weizen, Gerste, Hafer, Früchte, Brot, Kornpuppen, Puppen aus Maiskolben (Kirn Babies), Brot, Sonnenrad, Füllhorn, Blumengirlanden (z.B. aus Sonnenblumen), etc.

Steine: Aventurin, Peridot, Citrin, Sardonyx, Bernstein, Schlangenjaspis, Tigereisen, Rauchquarz

Speisen: Brot, Brot, Brot! Am besten frisch gebacken und vor allem Kornbrote, Stockbrot überm Feuer gebraten, Gerstenkuchen, Nüsse, Beeren, Äpfel, Reis, Hollerwein, Ale, Obstkuchen, Heidelbeersaft/-wein, selbstgemachte Kräuterbutter, etc.

Räucherung:
2 Teile Weihrauch (Eritrea passt mE hier gut)
1 Teil Myhrre
1 Teil Heidekraut
1 Prise Brombeerblätter
1 Teil Myrte
1 Teil Rosenblütenblätter

Sabbat-Öl:
1 Tropfen Pfefferminze
3 Tropfen Flieder
2 Tropfen Fichtennadel
2 Tropfen Eichenmoos

Rituale/Brauchtum: Ritualbrot backen, Opfergaben für reiche, trockene Ernte darbringen/Danksagung für alles, was wir bereits ernten durften, Kräutersträuße binden, Weizenpuppen verbrennen, Sonnenrad aus Maiskolben basteln, Feuerrituale/Tanz ums Feuer, Erfolgsrituale, Meditation über Ziele und Wünsche, Ritual zu Ehren von Lugh, Tanz/Gesang/Künste (auch als poetischer Wettstreit), etc.

Mein Lammas wird vermutlich sehr interessant, auf jeden Fall steht Brot backen, singen (Hoof and horn, hoof and horn … *summ*) und ein Gruppenritual auf dem Plan. Mal sehen, was sich noch ergibt. Euch allen ein schönes Schnitterfest!

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3 Gedanken zu “Lughnasadh – Das Schnitterfest

  1. Vor allem läutet Lughnasad eine Zeitspanne ein, in der noch einmal richtig „geackert“ werden muss, wenn man alles rechtzeitig vor dem Winter erreichen will… und – oh Ironie! – der nächste Mond ist ausgerechnet Ramadan für die Muslime. ^^

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