Aus- und Einräuchern

Ich bin ja bekennender Räucherfan – bei Ritualen generell, zur Meditation gern und ab und an auch einfach nur für den Wohlgeruch. Manchmal habe ich aber auch das Gefühl, jetzt muss es einfach sein. Gerade, wenn es in einem Zimmer Streit gab oder wenn es Besuch von einer Person gab, der irgendwie nicht so richtig angenehm war, dann habe ich manchmal das Bedürfnis, die Wohnung auch feinstofflich mal zu reinigen. Grobstofflich, heißt mit Besen/Staubsauger, Wischmopp und Co sollte dies ja eh regelmäßig geschehen – und auch damit nimmt man oft schon viel negative Energie mit, auch wenn es so gänzlich unmagisch erscheint.

Wenn ich die Reinigung per Räucherung unterstütze, ist das sehr unterschiedlich. Manchmal wird dann vorher noch gerasselt, geklatscht oder gesungen, manchmal ein wenig Kräuterpulver aus reinigenden Pflanzen (wie Drachenblut [Vorsicht, färbt!], Lavendel, Sandelholz (weiß), Zitronenverbene, Ysop, Rosmarin) in allen Ecken verstreut und nach einer Weile wieder zusammengefegt (oder weggesaugt, die moderne Heidin hat es da ja sehr leicht). Danach wird ordentlich mit einer Reinigungsmischung geräuchert – entweder in jedem Zimmer oder in nur in einem, wobei der Rauch in jede Ecke gefächelt wird, manchmal chante ich dabei auch oder spreche ein Mantra oder visualisiere nach Bedarf. Ich persönlich gehe die Zimmer oder die Wohnung dabei entgegen dem Uhrzeigersinn ab, das mag aber jeder machen, wie er mag. Die Fenster sollten dabei weit geöffnet sein, damit das, was man loswerden will, auch fliehen kann.

Nach dem Ausräuchern räuchere ich auch gern wieder ein, und zwar je nach Bedürfnis. Nach Streit zum Beispiel mit einer Mischung, die Harmonie und Liebe ins Haus bringen soll (z.B. mit Styrax, Lavendel, Rosenblütenblättern, Benzoe, Mädesüß, Veilchenwurzel), nach unangenehmen Besuch o.Ä. mit einer Schutzräucherung (z.B. mit Aloe, Basilikum, Eisenkraut, Angelika, Flieder, Johanniskraut, Kümmel, Lavendel), wenn viel Arbeit ins Haus steht mit einer den Geist und die Kreativität beflügenden Räucherung (z.B. Lorbeer, Myrte, Rosmarin, Zimt). Das geschieht dann nach dem gleichen Prozedere, nur im Uhrzeigersinn.

Hier noch 2 Rezepte für’s Ein- und Ausräuchern. Für mich persönlich sind sie sowohl wirkungsvoll als auch durchaus angenehm riechend, aber das ist eine Frage des Geschmacks und wird am allerbesten durch eigenes Probieren ausprobiert. Die genaue Zusammensetzung der Mengen ändert sich bei mir auch häufig, da ich meist nach Gefühl mische. Natürlich gibt es auch fertige Räuchermischungen, die sehr wirkungsvoll sein können – ich empfehle da besonders den Laden „Koh-do“ in Berlin Nahe der Schönhauser Allee, der ganz wunderbares Räucherwerk anbietet!

    Reinigung

3 Teile Weihrauch (Aden oder Eritrea nehme ich hier)
2 Teile Copal
2 Teile Sage
2 Teile Wacholder
1 Teil Eisenkraut
1 Teil Sandelholz (weiß)

    Harmonie, Sinnlichkeit und Entspannung

2 Teile Weihrauch (indisch, Oman, Amber oder Rosenweihrauch)
1 Teil Myrrhe
1 Teil Benzoe Siam (oder Dammar)
3 Teile Styrax (ja, ich liebe Styrax!)
2 Teile Rosenblütenblätter
1 Teil Damiana

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