Mabon – Rückzugsstimmung und Erntedank

Mabon, die Herbst-Tagundnachtgleiche (auch genannt: Alban Elfed, Herbstäquinoktium, Haustblod), naht, und damit auch der Herbst und der Rückzug ins trockene, warme Heim ans Herdfeuer. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, kälter, dunkler. Auch bei mir ist es etwas still geworden,weil ich dieses Rückzugsbedürfnis momentan sehr stark spüre. Ich verbleibe nicht nur öfter in meinem materiellen Heim, auch spirituell, emotional und geistig gehe ich lieber in mich, als aus mir heraus, bin eher introvertiert als offen, grüble viel und suche meine Schatten.
Trotzdem ist Mabon kein düsteres oder trauriges Fest für mich – ich liebe den Herbst, er ist wunderschön und zauberhaft! Altweibersommer, buntes Laub, Kastanien, der Geruch von Regen, sonnenbeschienene Nebel – was gibt es Schöneres? Außerdem wird in meiner Heimat zu Mabon seit jeher ein fröhliches Erntefest gefeiert, voll alter Traditionen und Dankbarkeit und auch das ist für mich Mabon – Frohsinn, Feiern, dankbar sein, zurück blicken auf alles, was man gesät und geerntet hat und konservieren, was uns im Herbst und Winter noch nähren soll.
Ich werde mein Mabon erst am Freitag feiern, viele feiern jedoch auch schon am 21.9. – das kann natürlich jeder halten, wie er mag und wie es sich richtig anfühlt.

Wie immer einige Anregungen und Korrespondenzen für dieses Fest:

Götter/Göttinnen:
Demeter, Ceres, Dana, Dionysos, Baccus, Kronos, Cernunnos, Modron, Mabon, die Göttin in ihrem Aspekt als Weise Alte, deren Zeit nun beginnt

Farben: orange, rot, gelb, braun, schwarz, dunkelgrün

Altardekoration:
Kastanien, Eicheln, Herbstlaub, Granatäpfel/Äpfel, Wein, Nüsse, Hopfen, Herbstblumen

Steine: Karneol, Saphir, Lapislazuli, Opal

Speisen: Nüsse, Maronen, (Granat-)Äpfel, Trauben, Wild, Federweißer, Pilze, Beeren, Wurzelgemüse, Brot

Räucherung:
2 Teile Weihrauch (nach Vorliebe eine warm duftende oder auch waldige Sorte)
1 Teil Myrrhe
1 Teil Sandelholz (weißes, notfalls rot, das riecht nicht ganz so schön und hat kaum spirituelle Wirkung, erinnert aber immerhin an den Duft von Herbstlaub)
1 Teil Zypresse
1 Teil Wacholder
1 Teil Kiefer
1 Prise pulverisiertes Eichenblatt

oder

2 Teile Weihrauch oder Benzoe
1 Teil Myrrhe
2 Teile Salbei

Brauchtum/Rituale:
Dankesrituale, Opfergaben an die Natur/Erdgötter, Ballast abwerfen, nötige Vorbereitungen für den Winter treffen, Rituale/Meditationen zum Thema Gleichgewicht/Balance (Beginn des Sternzeichens Waage/Tagundnachtgleiche), die eigene Tatkraft loben und feiern, Wasserrituale/Wasserschau, Zauber rund um Heim und Herd (Schutz, Harmonie, Reichtum, Segen)

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2 Gedanken zu “Mabon – Rückzugsstimmung und Erntedank

    • Keine Ursache, ich lese dort sehr gern und verlinke halt, was ich empfehlen kann. 🙂
      Ja, Ballast abwerfen wäre eigentlich auch mein Thema, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob mir das in bestimmten Fällen auch gelingt. Von materiellem Ballast kann ich mich relativ leicht trennen, ich war noch nie eine Sammlerin – es sei denn, es geht um Bücher -, aber der nicht greifbare Ballast, den werde ich immer nur schwer los.
      Alles Liebe,
      Liath

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