Samhain – Nacht der Geister

Samhain (auch Samuin, Halloween, Totenfest, Allerheiligen-Vorabend, Oidhe Shamhna) img_3635-2ist wohl eines der vielfältigsten Hexenfeste, welches man unter verschiedensten Gesichtspunkten feiern kann. Das alte Jahr geht zu Ende und das neue Hexenjahr beginnt, es ist das letzte von 3 Erntefesten, die Nacht der Geister und Ahnen, der Beginn der dunklen, kalten Jahreszeit… Eine Nacht also, die man auf verschiedenste Weise verbringen kann – ob man nun ein Fest veranstaltet, um das neue Jahr zu begrüßen, eine Andacht für die Verstorbenen hält, seine Ahnen zu einem gemütlichen Erntedankessen einlädt, für das kommende Jahr orakelt oder sonst etwas tut, ist eine Frage von Präferenzen und Stimmung. Während einige Heiden behaupten, Samhain müsse besinnlich begangen werden, ein ruhiges ehrerbietiges Fest eben, denke ich, dass jeder es begehen sollte, wie er mag. Für mich ist diese Zeit nicht nur eine des Bewusstwerdens von Vergänglichkeit und stetigem Wandel, sondern auch eine magisch Zeit voller Schönheit – buntes Herbstlaub, schimmernde Spinnweben, nebelverhangene Hügel und reifbedeckte Landschaften – wie im Märchenwald! Trotzdem muss ich zugeben, dass sich da auch gern eine gewisse Melancholie einstellt. Der Sommer geht endgültig und damit auch wärmendes Sonnenlicht, frisches Obst und Gemüse aus dem Garten, einladende grüne Wiesen …
Einige feiern ihr Samhain auch am Schwarz-/Neumond gefeiert, andere feiern es erst am kommenden Vollmond. Wie immer hier noch ein paar Korrespondenzen und Anregungen:

Götter/Göttinnen:
Hekate, Morrigan, ganz generell die Göttin als weise Alte, Osiris, Cerridwen, Anubis, Thanatos, Hermes, Hel, Pluto, die Percht, etc.

Farben: schwarz, orange

Altardekoration: Kürbisse, Äpfel, Gegenstände von Ahnen, Schädel/Knochen, Geistersymbole, Tarotkarten/Orakel, Efeu, Tollkirsche, Alraune, Eicheln

Edelsteine: Onyx, Jett, Obsidian, Schörl, Spessartin

Speisen: Kürbisgerichte, Äpfel, Mohnkuchen, Haselnüsse, Preiselbeerwein/-saft, Holundersaft, Apfelwein, traditionelle Familiengerichte

Räucherung: 3 Teile Weihrauch, 1 Teil Myrrhe, 1/2 Teil getrockneter Apfel, 1 Teil Beifuß, 1 Teil Sandelholz, 1 Teil Wacholderbeeren

oder

2 Teile Benzoe, 1 Teil Myrrhe, 1 Teil Patchoulie, 1 Teil Dammar, 1/2 Teil Muskat

Rituale/Brauchtum: Orakel (Tarot, Lenormand, Orakelkarten, Runen, Ogham, Wachsgießen, Rauchlesen, Kristallkugel, Apfelorakel, usw.), Opfergaben für die Ahnen/Geister, Kerzen ins Fenster stellen, um verlorenen Seelen den Weg zu weisen, Loslassrituale oder/und Ziele für’s neue Jahr definieren/magisch anschieben, Dankesrituale, Ahnenarbeit (Trancereise zu den Ahnen, Rituale mit oder für die Ahnen, Ahnenaltar, usw.), Konfrontation mit der eigenen dunklen Seite oder Urängsten, Mediation, usw.

Euch allen ein schönes Samhain!

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9 Gedanken zu “Samhain – Nacht der Geister

  1. Das find ich sehr schön beschrieben 😉

    Wünsche dir eine gute Zeit mit deinen Ahnen und viel Erfolg beim orakeln 😉
    Und ein gutes neues Jahr.

    Mögen die Winde mit dir sein
    Zaunreiter

  2. Pingback: Es wird dunkel/Samhain | Wege der Magie

  3. Pingback: Samhain – All Hallows eve » Mein Senf für die Welt

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