Die Frau im Moor

Da der/die ein oder andere ja meine Moorliebe teilt, teile ich wiederum ein paar Fotos, die dort gemacht wurden (danke dafür an Uli von http://www.ullision.de, die Bearbeitung hab ich allerdings selbst verbrochen).

Das Moor beherbergt auch einen See. Zu dem gibt es eine Legende, die ihm seinen teuflischen Namen gab:

„Anstelle des Sees soll es ehedem ein Dorf gegeben haben, das durch das Wirken des Teufels im Wasser versank. Noch viele Jahre später sei unter der Wasseroberfläche die Spitze des Kirchturms zu sehen gewesen, an dem auch häufig die Netze der Fischer zerrissen. Die Neugier ließ die Bewohner nicht ruhen, sie versuchten den Seegrund und vor allem auch die Seetiefe zu ergründen, doch immer waren ihre Lote zu kurz. Nach dem Fang eines besonders großen Barsches erschallten aus der Tiefe Geisterstimmen, die die Rückgabe des Fisches forderten, sonst würde es den Menschen schlecht ergehen. Nach einigem Zögern trugen sie ihren Fang zurück und der Barsch verschwand mit einem weiten Satz im See. So ist seitdem weder den Fischern ein Unglück geschehen, noch haben sie jemals wieder einen solchen kapitalen Fisch an Land gezogen. Die Geisterstimmen aber sind verstummt und den Kirchturm hat seitdem auch niemand mehr gesehen.“

(Quelle: Der Stralauer Fischzug. Sagen, Geschichten und Bräuche aus dem alten Berlin)

Diese Sage vom Dorf, das im Wasser versank und von dem man nur noch die Kirchturmspitze erahnen konnte, gibt es auch für einen See in meiner alten Heimat. Wobei jener See so winzig ist, dass er kaum 2 Häuser, geschweige denn ein ganzes Dorf, verstecken könnte, was die Sage doch sehr unglaubwürdig macht. 😉 Dennoch interessant, wie und wo sich das Atlantisthema noch so findet.

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3 Gedanken zu “Die Frau im Moor

  1. Wie immer sehr schön! 🙂
    Ich finde Moore auch faszinierend! Als ich letztes Jahr in Irland bei einer Wanderung ganz alleine auf einen Berg auf eine total moorige Landschaft stieß, fand ich das wiederrum fast etwas beängstigend. Man musste sehr genau schauen wo man hintrat, denn was aussah wie fester Boden entpuppte sich schnell als tiefes nasses Loch…
    LG
    Karmi

  2. Das kann ich gut verstehen, ich hab mir letzte Woche auch bös das Knie aufgeschrammt, weil ich auf einen Holzstamm trat, der sich als komplett morsch entpuppte. Man muss da wirklich genau aufpassen, wo man hintritt – und ein Gefühl für Balance schadet sicher auch nicht. Aber hey, das macht es immerhin etwas abenteuerlich. 🙂

  3. Das erinnert mich irgendwie an den Film „Die Frau in Schwarz“ mit Daniel Radcliffe. Sehr gruselig für meinen Geschmack, obwohl er ab 12 J. war.

    Aber es sind sehr schöne Bilder geworden. So geheimnisvoll.

    lg

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