Filmabend mit einem Kessel voll Popcorn

Momentan gibt es so viel Stress … ich habe ein wenig das Gefühl, dass die Menschen der Natur grad sehr nacheifern: alles soll aufblühen, alles sprießt, alles summt geschäftig und will was werden. Die Ruhe des Winters ist vorbei und ich komme grad nicht so ganz mit. Aber nun reicht’s, es wird mal wieder Zeit, die ganzen Termine, Forderungen, Verpflichtungen und Verstrickungen beiseite zu schieben und einen ruhigen (Film-)abend einzulegen. Und irgendwie ist mir mal wieder nach Filmen mit Hexen drin (wie klischeehaft sie auch sein mögen), sodass ich gerade überlege, welche mir da so einfallen. Wer mag, kann gern ergänzen, ich würde mich freuen!

Practical Magic (deutsch: Zauberhafte Schwestern)

Sandra Bullock und Nicole Kidman spielen hier zwei Schwestern (ähnlich sehen sich die beiden allerdings nicht gerade), von denen wenigstens letztere mit einem Familienfluch hadert, der dazu führt, dass die Frauen alle Männer, in die sie sich verlieben, an den Tod verlieren. Irgendwo zwischen Tragödie, Komödie und Liebesgeschichte angesiedelt und mit einem ganz eigenen Zauber angereichert fand ich den Film eigentlich immer sehr schön.

Die Hexen von Eastwick

Dieser köstliche Film basiert ebenso wie der obige auf einem Roman (und beide habe ich bisher nicht gelesen) und mit Cher, Michelle Pfeiffer und dem großartigen Jack Nicholson ist auch dieser gut besetzt. Der Film, in dem 3 Frauen sich einen Traumprinzen basteln wollen und dabei den Teufel beschwören, wird manchmal zwar ganz schön lächerlich, aber an und für sich mag ich ihn trotzdem.

Der Hexenclub

Teenihorror über 3 Außenseiterinnen, die sich dem Okkulten zuwenden und mit ihrer Zauberei mehr Schaden als nutzen anrichten. Eignet sich als Popcornkino gut, hohe Ansprüche sollte man aber wirklich nicht daran stellen.

Der Sternwanderer

Hier habe ich die Buchvorlage sogar gelesen (von Neil Gaiman, der auch American Gods geschrieben hat, was ich jedem nur ans Herz legen kann, der ein bisschen über alte und neue Götter nachdenken mag)! Und ausnahmsweise finde ich beides, Buch und Film, auf ganz eigene Weise wunderschön. Es geht um einen Stern, der vom Himmel auf die Erde fällt (gespielt von Claire Danes) und von drei Hexen (Michelle Pfeiffer ist auch wieder dabei) gejagt wird, die sein Herz essen wollen, um ewige Jugend zu erhalten. Witzig, romantisch, phantasievoll und bildgewaltig – ich liebe den Film!

Hocus pocus

Kenne ich ehrlich gesagt noch gar nicht, lief aber früher immer zu Samhain im TV und sah eher schrill aus.

Die Nebel von Avalon

Ein 2-teiliger Film, der die gleichnamige Geschichte von Marion Zimmer Bradley erzählen soll. Ich finde Anjelica Hustun (Viviane) und Julianna Margulies (Morgaine) wirklich toll, aber nachdem ich endlich mal das Buch gelesen hatte, mochte ich die Verfilmung nicht mehr wirklich.

Krabat

Für eine deutsche Produktion eigentlich ganz gut, ein durchaus atmosphärischer Film über den Jungen Krabat, der vom Meister das Müllern lernt und „das andere“ auch. Aber das Buch von Otfried Preußler ist dennoch ein vielfaches besser.

Prinzessin Mononoke und andere Filme von Hayao Miyazaki

Ein wunderschöner Film, der sowohl für (ältere) Kinder als auch Erwachsene auf ansprechende und berührende Weise die Umweltverschmutzung thematisiert und die Frage, ob Menschen und die Natur wirklich koexistieren können, aber weitab von einem bloßen „gut“ und „böse“. Die selbe Thematik spricht „Nausicaä“ an.

Für die kleineren ist dann vielleicht der Film „Kikis kleiner Lieferservice“ etwas, in dem eine junge Hexe mit ihrem sprechenden Kater auszieht, um eine echte Hexe zu werden, wozu sie sich selbstständig machen muss. Ein niedlicher Wohlfühlfilm, ohne große Geschichte und dennoch nicht belanglos.

„Chihiros Reise ins Zauberland“ ist dann etwas für jene, die in die japanische Mythenwelt eintauchen möchten

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13 Gedanken zu “Filmabend mit einem Kessel voll Popcorn

  1. Das ist ja witzig. Bis auf „Hocus Pocus“ habe ich tatsächlich alle Filme gesehen, die Du hier aufgelistet hast. Und fand sie auch alle auf ihre Art sehenswert. Besonders schön „Der Sternwanderer“, besonders eindrucksvoll „Krabat“, besonders zauberhaft „Mononoke“ 🙂

    • Da scheinen wir ja einen ähnlichen Geschmack zu haben! 🙂

      Mir ist noch „Hexen hexen“ eingefallen, eine Verfilmung eines Kinderbuches von Roald Dahl. Als Kind fand ich den wirklich ungemein gruselig (und fies: man bedenke, die Hexen verwenden Schokolade für ihre bösen Absichten, ungeheuerlich! ;)).

  2. Also „Hocus Pocus“ ist sehr,sehr gut!Besonders Bette Midler ist unschlagbar köstlich!Ich kenne auch alle,bis auf die Zeichentrickfilme und den Teeniefilm.Und ich mag auch alle.
    Grüßles WaldSuse

  3. Uhhh Practical Magic /Zauberhafte Schwestern !

    Der ist wundervoll. Den kann ich mir immer und wieder ansehen.

    Ich will die KÜCHE der Tanten !!! *_*

    Eigentlich sind alle Filme die du aufgezählt hast super. 🙂

    Der Hexenclub.. omg war ich da jung als der raus kam. *hüstel*

    Nebel von Avalon, nun viele mögen die Verfilmung nicht. Ich finde sie dennoch gelungen.

    Eine sehr schöne Auswahl hast du da getroffen.

    • Oh ja, die Küche hätte ich auch gern. 🙂
      An sich mag ich die Verfilmung der Nebel von Avalon auch, es ist nur schwierig, ein derart dickes Buch in so wenig Zeit zu pressen, da ging halt ein bisschen Geschichte verloren. Nur Gwenhwyfar fand ich ganz furchtbar nervig, aber die mochte ich auch im Buch so gar nicht.

      Alles Liebe,
      Liath

      • Gwenhwyfar mochte ich auch nie, obwohl sie mir im Buch doch etwas leid tat. Gefangen im Glauben der Christen und dann noch so verzweifelt weil sie unfruchtbar ist etc.

        Dennoch war sie ziemlich nervig. 🙂

  4. Bis auf Prinzessin Mononoke habe ich auch alle Filme gesehen und sehr genossen.
    Oh ja, die Zeit rast grade auch an mir vorbei und ich komme nicht mehr mit. Es gibt so viel, was man tun möchte und tun sollte und schwupps ist schon wieder Abend und die Hälfte noch nicht erledigt. Finde ich interessant, dass es auch anderen grade so geht.
    Liebe Grüße
    Alruna

  5. Da ich ein absoluter Hexen-Film- Fan bin, habe ich alle gesehen ^^ Und mir fällt sogar noch einer ein: „Verliebt in eine Hexe“ mit Nicole Kidman… ich würde auch noch „Merlin“ und „Willow“ in diese Liste aufnhemen… *hach* Das ist eine gute Idee für ein verregnetes Wochenende 😀 (dazu Pizza)

  6. @Alruna: Ja, da wünscht man sich manchmal, man könnte dem Tag einfach seinen eigenen Rhythmus vortrommeln. Aber bestimmt geht diese Phase auch wieder vorbei.

    @Wölfin: Bei Willow bin ich leider immer eingeschlafen. ^^ Aber ich weiß, dass den viele total schön finden.

    LG

  7. Ich hab sie alle gesehen und mag sie alle bis auf „die Nebel“, ich finde der film betont die falsche aspekte und verdreht zu viel. im endeffekt ist er genauso wie die anderen arthus-sagen-filme, die aus der männlichen/patriarchialen/christlichen sicht erzählt werden …

    hokus pokus ist herrlich! halt eher für jüngeres puplikum gemacht, aber ich finde auch für erwachsene sehr unterhaltsam. vor allem eben bette midler ist toll! 😉

    • Das stimmt wohl, filmisch gesehen ist die Artussage doch meist für/von Männern aufbereitet. Schade, schade.

      Ach, ich finde, egal ob Jugendbuch oder Kinderfilm, oft genug können Erwachsene da auch Spaß dran haben, wenn es gut ist. Ich muss mal wieder „Die Hexe und der Zauberer“ schauen, ich habe Madame Mim geliebt! 😉 (Auch wenn wir da auch wieder Artus für Jungs haben.)

      LG
      Liath

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