Schönheit aus der Küche I

Warum eigentlich so viel Geld für Drogerieprodukte oder Naturkosmetik ausgeben, wenn man fast alles, was man für ein gepflegtes Äußeres braucht, auch in der Küche (oder im Garten/auf der Wiese) findet? Ich bin seit einiger Zeit wild am Experimentieren, was meiner empfindlichen Haut, meinem dünnen Haar, meinen rauhen Lippen etc. gut tut, und zwar jenseits von irgendwelchen Produkten, die die Werbung anpreist.

Folgendes kann ich danach empfehlen:

Part I: Haare 

Zunächst einmal habe ich die Erfahrung gemacht, dass es meinen Haaren extrem gut tut, wenn ich sie nach dem Waschen an der Luft trocknen lasse, dann kämme (ein Holzkamm ist besser als eine Metallbürste) und danach sofort zu einem Zopf flechte (am besten ohne den Zopf mit einem Gummi zuzumachen, sondern einfach ein Stoffband einflechten, das man dann mit einem Knoten verschließt – es hält auch!).  Die Haare verknoten dann nicht mehr und bekommen einen schönen Glanz. Ich mag auch die Wellen, die entstehen, wenn man das Haar öffnet.

Will man das Haar noch besser vor Reibung an der Kleidung, die es aufrauht, schützen, kann man es sich zu einem Dutt hochstecken.

Was die Pflege angeht, so tut es manchen (man kann einfach nicht verallgemeinern, jede hat andere Haare und muss ausprobieren) Haaren sehr gut, wenn man ab und an etwas Öl in die Spitzen gibt. Einfach in die nassen Haare das zuvor in den Händen verriebene Öl einmassieren und einwirken lassen. In der Ayurvedischen Kosmetik wird teilweise auch eine Kur aus Kokosmilch ins Haar gegeben. Diese lässt man für 1-2h einziehen und spült sie dann mit einem silikonfreien Shampoo oder einer Spülung aus.

Wer es noch reichhaltiger mag, der kann eine sehr reife Avocado mit etwas Yoghurt (es geht auch Soja-Yoghurt), Honig und Öl pürieren und die Masse in die Haare geben – oder auf’s Gesicht.

Auch eine saure Rinse ab und an ist einen Versuch wert, dafür mischt man einfach 1l Wasser mit 2-3 EL Obstessig. Man kann sie entweder (kalt!) ausspülen oder im Haar belassen, das ist Geschmackssache. Bei sehr kalkigem Wasser empfehle ich, die Haare nicht auszuspülen.

Aus Kräuteraufgüssen kann man  auch schöne Spülungen machen, hierbei gibt es natürlich für jedes Bedürfnis die passende Möglichkeit. Wer fettige Haare hat, kann z.B. eine Handvoll Arnikablüten mit heißem Wasser aufgießen, den Sud eine Stunde ziehen lassen und dann (nachdem man die Blüten abgefiltert hat) das Haar damit spülen. Löwenzahn geht auch, ist aber vor allem für blondes Haar geeignet. (Zitronen-)Melisse hilft bei sprödem Haar, Katzenminze gegen Spliss, Birkenblätter bei Haarausfall usw. Die Kräuterhexen wissen sicher, was ihnen gut tut. 😉

Okay, die Haare stehen mir immer noch oft zu Berge, aber wenn ich tatsächlich an die richtige Pflege denke, sind sie sehr dankbar, schön und gesund. 🙂

 

(Foto von der wundervollen Danielle aka The Swallow

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10 Gedanken zu “Schönheit aus der Küche I

  1. Mal davon abgesehen, dass das Foto superschön ist, kann ich nur sagen, dass lange Haare sich auch freuen, wenn sie nicht alle zwei Tage gewaschen werden… allerdings halte ich nicht länger als drei durch, bis ich mich dann unwohl fühle 😀

    • Ich wasche sie ehrlich gesagt fast jeden Tag, weil meine Haare relativ schnell strähnig werden und, was ich persönlich ganz schlimm finde, total schnell Gerüche aufnehmen. Stand am Tag nur 2 Minuten jemand neben mir, der geraucht hat (und leider tun das auf Bahnhöfen viele, obwohl es verboten ist), dann stinken die wie die übelste Raucherkneipe und ich fühl mich total unwohl. 😦

      Will aber mal versuchen, sie nicht immer mit Shampoo, sondern auch mal mit Lavaerde, Natron, Seifenkraut oder anderen Alternativen zu waschen.

      LG
      Liath

  2. Seit einiger Zeit experimentiere ich damit, meine Haare mit Haushaltsnatron statt Shampoo zu waschen – sie fetten weniger, meine Kopfhaut juckt nicht mehr und es ist sowohl umweltfreundlicher als auch günstiger. Was will man mehr?

    (Für mehr Informationen einfach „Poo-free“ googlen.)

    • Ja, davon habe ich auch viel Positives gehört (hab ich gerade bei der obigen Kommentarantwort auch schon geschrieben, das hat sich wohl überschnitten ^^), Haushaltsnatron hab ich auch eh immer da, weil es total viele Dinge kann.

      LG
      Liath

  3. Und wer seinem Gesicht mal etwas Gutes tun will, nehme:

    1 EL Sahne
    1 Ei
    1 TL Honig
    1 TL Mandelöl

    Das Ganze gut verrühren, als Maske aufs gereinigte/ evtl. gepeelte Gesicht auftragen und 15-30 Minuten einwirken lassen. Das ist sehr gut verträglich und macht eine wunderbar zarte Haut.
    Für Katzenmitbewohner: Nicht unbeaufsichtigt stehen lassen, sonst gönnt sich die Katze die Schönheit von innen. 😉

    Liebe Grüße, Lailokeny

  4. P.S.: Vom Ei nur das Eigelb. Bei mir gibt es nach der Maske dann ein schönes Omelett mit Pilzen und Kräutern des Hauses, bei dem ich das Eiweiß verwerte. 🙂

    • Danke dir für das Rezept, klingt definitiv sehr reichhaltig (ist aber wohl nichts für fettige Haut, wenn ich es so lese)! Hihi, das mit dem Omelett danach ist auch eine gute Idee (auch wenn mir noch nie eines gelungen ist und es eher ein komisches Rührei wird).

      LG
      Liath

  5. Stimmt, das Rezept ist eher für trockene, feuchtigkeitsarme Haut gedacht. 😉 Ich habe aber auch ein Rezept für fettende Haut. Da ist die gute, alte Gurke einfach unschlagbar.

    Man nehme:

    2 EL Gurkensaft oder 2 El (mit Schale!) pürierte Gurke
    2 EL Joghurt oder saure Sahne oder Quark

    Gut vermischen, auf die gereinigte Haut auftragen und 10-15 Minuten einwirken lassen. 1-2mal die Woche. Ein einfaches Rezept, aber meine Freundin schwört darauf. 🙂

    Liebe Grüße, Lailokeny

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