Diät & Gesundheit

Seit Donnerstag hat es mich mal wieder umgehauen. Ich hatte die ganze Nacht damit verbracht, meinen Mageninhalt wieder aus mir heraus zu bringen und auch jedes Schlückchen Wasser oder Tee, das ich zu trinken wagte. Am Tag darauf habe ich nur eine Scheibe Knäckebrot – mit Müh und Not – essen können. Die Ärztin meinte, da ich häufiger Magenprobleme habe, ich hätte wohl einen Reizmagen und müsse künftig Diät halten. Gerade, wo ich beschlossen hatte, auf Diäten zu verzichten und mich genau so wohlzufühlen, wie ich bin – egal, ob ich noch ein paar Kilos zulege oder nicht. Mal schauen, was ist jetzt erstmal vom Speiseplan gestrichen?

*Fleisch – Das wohl geringste Problem. 😉

*Hülsenfrüchte – Und das, wo ich gerade Hummus für mich entdeckt habe und total auf rote Linsen stehe. *seufz* Wird es ab und an sicher noch geben, aber ich werde mich auf kleine Portionen beschränken. Sojaprodukte versuche ich auch nicht allzu häufig zu mir zu nehmen.

*Kohl – Mag ich eh nicht mehr sonderlich, da ich als Kind ständig Wirsingkohleintopf und Co vorgesetzt bekam. Wobei ich seit Ewigkeiten mal eine vegane Kohlroulade ausprobieren wollte, hmm…

*Kaffee, Alkohol, Schwarztee, Nikotin – Auch kein großes Problem, ab und an ein Gläschen Wein werde ich zwar weiterhin trinken, aber bei einem Glas bleibt es dann auch. Kaffee verkneife ich mir eh seit einer Weile, Schwarzen Tee brauch ich nicht unbedingt und rauchen tue ich nicht.

*Fettreiche Lebensmittel – Ja, okay, hier wird es schon manchmal schwierig, den ein oder anderen mächtigen Auflauf und so manches Stück Torte werde ich mir da wohl verkneifen müssen.

*Zucker – Ehem. Ja. Schwierig. Immerhin habe ich Stevia für mich entdeckt und mag ansonsten auch Honig gern zum Süßen (wenn’s auch nicht vegan ist).

*Scharfes Essen – Bei dem Thema war ich eh immer sehr zurückhaltend. Beim gemeinsamen Chili-Essen mit Freunden hatte ich immer mehr Yoghurt als Chili auf dem Teller, um es genießbar zu machen… Wiederum mag ich eher milde Curries doch sehr  gern.

Es gibt noch ein paar andere Empfehlungen, bei denen ich aber nicht so sicher bin, wie viel da dran ist, aber letztlich wäre eine vegane, histaminfreie, glutenfreie, zuckerfreie Ernährung ohne Hülsenfrüchte, Kohl und Co auch einfach eine zu große Einschränkung für mich.

Wichtig ist auch, kleine Portionen zu essen und nicht zu spät zu essen. Letzteres ist für mich eine besondere Herausforderung, den größten Hunger habe ich meist zwischen 19:00 und 22:00 Uhr, sodass ich in der Zeit auch meist zu Abend esse, und ich bin ein schreckliches Gewöhnungstier …

Naja, mal schauen, wie es klappt. Ich bin übrigens immer wieder erstaunt, bei wie vielen Krankheiten empfohlen wird, Fleisch (und meist auch Milchprodukte) zu meiden – das fängt bei meinem Vater mit seiner Gicht an, geht weiter zu einer Freundin mit Endromitriose über einen Bekannten mit Gelenkproblemen bis hin zum Reizmagen. Und dann meinen dennoch so viele, vegane Ernährung sei doch so schädlich und unnatürlich …

Was ich übrigens wieder einmal festgestellt habe: Mit die beste Medizin sind Körperwärme, Streicheleinheiten, Fürsorglichkeiten und Dinge, die einem das Herz aufgehen lassen. Mit alledem geht es gleich viel besser – krank UND einsam zu sein ist allerdings eine besonders bescheidene Kombination.

Advertisements

7 Gedanken zu “Diät & Gesundheit

  1. Die Diät sollst du bestimmt nur solange einhalten, bis dein Magen sich wieder richtig beruhigt hat. Danach kannst du bestimmt langsam wieder ein Lebensmittel nach dem anderen wieder zufügen. Und wenn es dann wieder losgeht, dann weißt du sicher, was dir nicht gut tut.
    Unfreiwillige Umstellungen sind immer ätzend, aber man gewöhnt sich dran. Ich soll ja alles von der Kuh weglassen. Da war ich anfangs kurz vor einer Depression. Inzwischen macht es mir überhaupt nichts mehr aus und es geht mir im Gegenteil viel besser so.
    Alles Liebe und lass den Kopf nicht hängen!
    LG Alruna

    • Naja, leider ist das eher ein permanentes Problem, das ich schon seit ein paar Jahren habe. Nur wird es von den Symptomen her immer schlimmer, früher war das nach ein paar Stunden Magenbrummen durch.

      Ich denke auch, man gewöhnt sich an alles – und es ist ja auch eine Chance, Neues kennen zu lernen! Und wenn es die Lebensqualität erhöht, lohnt es sich ja auch.

      Alles Liebe
      Liath

  2. Na ja, „Diät“ im eigentlichen Sinne bedeutet ja nicht „hungern“, sondern „Ernährung“. Das mit den Einschränkungen schaffst du schon. (Wenn ich mir meine Familie mit all den Krankheiten und Einschränkungen anschaue, bleibt bei Familientreffen eigentlich nix übrig, als einen großen Eimer Reis und fünf verschiedene Saucen zu kochen: Medikamente, Empfindlichkeit gegen pflanzliches Eiweiß, Laktose- und Fruktoseintoleranz, Empfindlichkeit gegen Gewürze – und ich, die versucht, tierische Produkte zu reduzieren. Aha.)

    • Wenn meine Familie sich an ihre Einschränkungen halten würde, wäre es ebenso, nur leider ist Genuss für die wichtiger als Gesundheit. Da ich aber doch lieber schmerzfrei lebe, werde ich es ihnen hoffentlich nicht gleich tun.

      Und klar, Diät bedeutet nicht hungern, aber für mich – die auch mal ohne mit der Wimper zu zucken 4 Portionen Tiramisu auf einmal gegessen hat 😉 – ist es halt doch mit einem ungewohnten Verzicht und Mäßigung verbunden (ich hatte aber auch das Glück, nie über 75kg zu kommen, da konnte ich essen so viel ich wollte, das war wohl einfach ein Limit). Und die Abendstunden werden definitiv hungrig, bevor sich mein Magen die Sperrfrist angewöhnt hat, meh.

      LG
      Liath

  3. ich wünsch dir auf jeden fall gute besserung und dass du die um- bzw. eingewöhnung in die neuen ess-gewonheiten schnell hinbekommst. 🙂
    ich hab ja gallensteine, daher muss ich auch aufpassen mit dem essen (zumindest solange ich mich weiter vor der op drücke *hust*) und ich hab vor allem gemerkt, dass ingwer mir garnicht gut tut. seid dem ich den weg lasse, hatte ich keine heftigen koliken mehr.
    beim arzt wars sehr lustig. ich sagte ihm das ich veganerin bin und er meinte … hm … dann lassen sie eigentlich ohnehin schon alles weg wovon ich ihnen abraten würde 😀
    es blieb nur nicht zu fettig zu essen 😉

  4. ich wünsche dir viel erfolg mit deinem neuen speiseplan!
    mit reizmagen hatte ich auch zu tun (allerdings kannte ich bei mir die gründe genau, was es einfacher machte). heute ist mein magen sehr robust; ich kann z.b. höllenscharf essen ohne probleme. kaum jedoch, daß ich mal wieder gezwungen bin, etwas zu mir nehmen, das ich nicht vertrage, kommen wieder sodbrennen, aufstoßen etc.
    alles liebe,
    amala

  5. @Frea: Wow, da hast du ja Glück, dass der Arzt deine Ernährung so locker und positiv nimmt, da gibt es ja noch ganz andere. Ich muss mir auch mal ein Ernährungstagebuch machen, was bei mir so gar nicht geht. Danke für die lieben Wünsche!

    @Amala: Danke dir! Ich hoffe,mein Magen wird irgendwann auch wieder so robust.

    Liebe Grüße an euch,
    Liath

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s