(Zwischen-)bilanz: Jahreskarte

Etwas endet, etwas beginnt. Ich habe heute erfolgreich mein Schwerpunktstudium abgeschlossen, gleichzeitig beginnt nun ein neues Semester. Auch andere Sachen enden momentan, bei manchen bin ich traurig darüber, wie über das Ende der warmen, sonnigen Tage, aber da auch viel Neues auf mich zukommt – ein wunderbares Projekt zum Beispiel, das nun beginnt – und die dunkle Zeit auch ihre Reize hat, ist das in Ordnung. Daher bin ich gerade auch ein bisschen in Jahreswechselstimmung (passt ja auch gut zu Samhain, ich finde Silvester da nämlich wesentlich unstimmiger) und in der Stimmung, Bilanzen zu ziehen.

Meine Jahreskarte in diesem Jahr war „Die Sonne“. Bisher hat sie wunderbar gepasst. Ich hatte oft „sonnige Zeiten“, viele schöne unbeschwerte Tage, viele Erfolge und Höhepunkte, konnte optimistisch sein, mich verwirklichen. Aber ich habe dafür auch manchmal ganz schön brennen müssen, war so manches mal total ausgebrannt. Wie Ikarus habe ich manchmal meine Kräfte überschätzt und der Flug zur Sonne ist nicht gelungen.

Letztes Samhain zog ich aus dem „Göttinnengeflüster“ für das kommende Jahr „Aphrodite“. Diese Karte wiederum schien nicht so ganz zu passen. Meine Beziehung zu der Göttin ist ein bisschen erkaltet, wo sie zuvor sehr intensiv war. Das lag auch an mir … Auch das Thema der Karte im Orakel, nämlich „Liebe“, war dieses Jahr nicht allzu präsent. Einem Menschen, den ich sehr geliebt habe, habe ich mich komplett entfremdet. Andere, für die ich zumindest auch große Zuneigung empfand, werden mir ebenfalls immer fremder. Mein Partner aber stand mir immerhin in guten und in schlechten Seiten immer bei, hat mir bei jeder Prüfungskrise geholfen, bei jedem Kummer getröstet, hat mir geschimpft, gelacht, gelebt. Zumindest diese eine Liebe hat sich also vertieft. Vielleicht richte ich Aphrodite wieder einen Schrein her, mir fällt bei dieser Bilanz auf, dass sie mir fehlt … ihre Liebenswürdigkeit, ihr Humor, ihre Unbändigkeit.

Mein Rauhnachstorakel hat übrigens nur die erste Hälfte des Jahres gut getroffen, aber das dachte ich mir schon. Ich bin auch an einem entscheidenden Wendepunkt ganz anders abgebogen, als ich orakelt hatte (und zwar ganz bewusst, um die Entwicklung zu ändern).

Und wie sähe eure Zwischenbilanz aus?

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7 Gedanken zu “(Zwischen-)bilanz: Jahreskarte

  1. Hallo Liath,
    hier noch die Antwort auf deine Frage auf meinem Blog, bezüglich Klausentreiben. Ich habe dir hier einen Link mit Fotos, die ein ganz gutes Bild vermitteln, denke ich 🙂
    http://www.google.de/search?q=klausentreiben&hl=de&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=_Ht9UILQMYbDswby-4HoBQ&sqi=2&ved=0CCAQsAQ&biw=1280&bih=883

    Ansonsten, meine Zwischenbilanz: die helle Zeit war gut zu mir, trotz vieler spannender Ereignisse und viel Trubel, der mir manchmal schon zu viel wurde. Jetzt bin ich grade am Ausmisten, Durchforsten, Ordnen, Reinigen – damit möchte ich bis Samhain fertig sein.

    LG Alruna

    • Danke für den Link, das sieht ja wirklich witzig aus (wobei ich auch nicht nachvollziehen kann, warum Schläge die Fruchtbarkeit erhöhen sollen *grusel*). 🙂

      Alles Liebe und eine schöne dunkle Zeit für dich,
      Liath

      • Vielleicht durch die Kraft der Weidenruten? Oder weil dadurch Dämonen ausgetrieben werden? Muss ich gelegentlich mal nachforschen. Man geht jedenfalls besser mit dickem Mantel und hohen Stiefeln in dieser Zeit im Dunkeln raus. Die Ruten tun gemein weh. Bei youtube gibt es auch ein paar Filmchen dazu, wenn es dich interessiert.
        Komm gut durch die dunkle Zeit
        LG Alruna

  2. Hach – ist es denn schon so weit?? ^^ das Jahr vergeht immer so schnell… Wie würde Galadriel sagen:
    „Die Welt liegt im Wandel…“ und so empfinde ich das auch gerade besonders. Allerdings „traue“ ich mich meist nur Aussagen für ein halbes Jahr zu treffen – orakelt wird dann immer: Jul&Mittsommer… Ein Rauchnachtsorakel finde ich toll – das könnte ich mir auch vorstellen – mache ich bisher nur mit dem Wetter (was nicht wirklich funzt ^^)

  3. Interessant, ich hatte für dieses Jahr den Mond gezogen…. Und ja, er / sie hat sich mir offenbart. In einer Art genau wie befürchtet, in anderer Art wiederum nicht so wie gedacht. Bisher war ganz schön was los und ich habe gerade das Gefühl da auf einen Höhepunkt hin zu steuern… Aber das hast Du ja vermutlich in meinem Blog auch schon verfolgt…? 😉

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