Lebens-Mittel

Momentan denke ich wieder viel über mein Essverhalten nach. Leider war ich in letzter Zeit überhaupt nicht konsequent, was das Vegansein anging, da ich oftmals auswärts in der Mensa oder einfach unterwegs was gegessen und dabei nicht immer nachgefragt habe, ob das Essen vegan ist. Oder aber ich habe den Freund kochen lassen, der gar nicht großartig darüber nachdenkt, was er tut, wenn er das Gemüse wie für ihn gewohnt in Butter anbrät … Seine Schokolade war in stressigen Zeiten auch nicht immer vor mir sicher.
Nunja, jetzt will ich allerdings wieder etwas bewusster und besser essen. Dazu gehört auch, jedes Essen dankbar und aufmerksam zu mir zu nehmen und nicht quasi im Laufen auf dem Weg zur Bahn runterzuschlingen oder am PC zu essen. Und dazu gehört auch, mir klar zu werden, was eigentlich meine Lebens-Mittel sind – was brauche ich zum leben, welches Essen macht mich glücklich, worauf könnte ich nicht verzichten?

*Brot – Brot gehört für mich dazu. Ich weiß noch, wie ich das erste Mal in Polen an der Ostsee im Urlaub war und es gab dort nur weißes, süßes Brot! Da fiel mir zum ersten Mal auf, wie sehr ich das tägliche Brot doch vermissen kann. Am liebsten mag ich Kürbiskern(vollkorn)brot, warm aus dem Ofen könnte ich mich da reinlegen.

*Pasta – In allen Variationen lecker und nicht vom Speiseplan wegzudenken.

*Zimt – Mein absolutes Lieblingsgewürz. Früher nur zu süßen Sachen, inzwischen finde ich, dass er auch herzhaften Gerichten oft eine interessante Note gibt. Im Winter erfüllt ständig Zimtduft die Wohnung, wenn ich etwas backe. Zimt wärmt mein Herz!

*Orangen – Sind im Winter meine kleinen Sonnen. Ohne geht nicht in der kalten Zeit!

*Erdbeeren – Wecken in mir Frühlingsgefühle. Ich bin immer traurig, wenn die Saison vorbei ist und versuche davor soviele wie möglich zu essen.

*Curries – Ich liebe es, mit Freunden ein leckeres Curry zu kochen. Man kann dabei so kreativ sein, es gibt Varianten für jeden Geldbeutel und natürlich für jeden Geschmack: süß, sauer, herzhaft, scharf. Und diese fröhliche gelbe Farbe nach einer ordentlichen Portion Kurkuma!

*Nüsse, Trockenfrüchte, Kerne – Kommen bei mir an fast jede Mahlzeit – ob das nun der Frühstückshaferbrei ist oder die Gemüsepfanne, irgendwo passen immer ein paar Walnüsse, Rosinen oder Sonnenblumenkerne ran. Natürlich knabbere ich die auch gern einfach so weg. Apropros …

*Haferbrei – Das beste Frühstück überhaupt! Natürlich mit Zimt. 🙂 Nährt, wärmt und weckt Erinnerungen an frühere Zeiten…

*Möhren – Mein Lieblingsgemüse. Ob roh oder gekocht, ich mag sie sehr gern. Vor allem frisch aus der heimatlichen Erde sind sie so lecker! Ich mag die geraden Supermarktmöhren nicht (die auch nach kaum was schmecken), die unförmigen Exemplare – die manchmal fast ein bisschen wie Alraunenwurzeln aussehen 😉 – aus dem Garten sind mir viel, viel lieber.

*Tee – Genuss- und Lebensmittel, denn ich genieße ihn und könnte nicht leben ohne. Ob Darjeeling, Chai, Rotbusch oder Kräutertee, eine Tasse ist meist griffbereit.

Und bei euch, was sind die Lebens-Mittel, die ihr zum glücklich leben und essen braucht?

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17 Gedanken zu “Lebens-Mittel

    • Gute Frage, aber für mich nicht wirklich leicht zu beantworten. Bei Pasta, Curry und Tee stimme ich vollkommen mit dir überein. Wobei Tee bei mir eher wegen seiner Heilkräfte eingesetzt wird…Trotzdem, oder gerade deshalb möchte ich nicht ohne sein. 😉

      Auf meine Kräuter möchte ich auch auf keinen Fall verzichten und auch ein paar Milchprodukte möcht eich nicht missen. Ich denke für mich wäre allerdings einfach die Tatsache, dass ich immer nur die drei selben Dinge zu mir nehmen müsste, ganz schlimm. Ich hatte in den USA während eta 2 Monaten täglich Reis….ich liebe Reis, aber irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr sehen.

      Die Abwechslung meiner Nahrung und all die wunderbaren Dinge, die Mutter Natur uns schenkt sind mir allgemein sehr wichtig. Jedes einzelne dieser Dinge wirkt sich auf unseren Körper aus, wäre doch schade, wenn wir nicht das gerade passendste zu uns nehmen könnten. Nun, lange nicht alle sind in dieser glücklichen Lage…Daher bin ich sehr dankbar, diese grosse Auswahl zu haben. 🙂

      Ein sehr schönes Thema, liebe Liath.

      Grüsse
      Nicky

      • Abwechslung ist mir auch SEHR wichtig. Ich kann weder 3 Tage hintereinander Reis essen noch Pasta noch Kartoffeln … egal wie sehr ich sie mag. Und ich bin auch dankbar für die Vielfalt, die uns geboten wird. Selbst wenn man sich komplett regional und saisonal ernährt gibt es noch einen wunderbar reichen Speiseplan.

  1. Jepp, ganz toller Beitrag!
    Ich bin ja ein Ernährungs-Schluder, esse häufig einfach worauf ich Appetit habe…
    Und ich liebe Essen, das ist was ganz sinnliches, geselliges, ursprüngliches!
    Also, allen voran: Schoki! Käse, Milch, Butter, Eier (wie Du siehst ist da nix mit vegan)…
    Generell Süßigkeiten, Kuchen, kräftiges Brot, aromatische Tomaten, Kaffeegetränke (mind. eines am Tag, gerne mit Aroma oder Schaum), Pasta in allen möglichen Variationen…
    Esse auch gern Gemüse oder Obst, je nachdem wo nach mir gerade ist und welche Jahreszeit.
    Insgesamt wie bei Nicky unterm Strich: Ich bin sehr froh und dankbar dass uns hier eine solche reichliche Auswahl zur Verfügung steht! 🙂

    • Für mich ist Essen auch was Sinnliches – so ein selbstgemachtes Tiramisu zelebriere ich wie ein kleines, schönes Geschenk, wenn ich es esse! 🙂 Und ich esse eigentlich auch, worauf ich Lust habe, denn meist ist das genau das, was ich gerade brauche.

  2. Hallo ihr Lieben!
    Ein sehr guter und wichtiger Beitrag.
    Mir persönlich ist die Qualität auch ganz wichtig – meistens kaufe ich im Bioladen ein, auch wenn es teurer ist. Ich merke einfach, dass es keine leere Nahrung ist.
    Seitdem ich nur Biosachen esse, werde ich auch immer feinfühliger für künstliche Stoffe und Aromen und merke, wenn etwas nicht gut für mich ist.
    Ganz besonders ungesund: Brühwürfel, die nicht von Bio sind!

    • Hallo Sofia,

      ich denke auch, es ist wichtig, qualitativ gute Nahrung zu essen und das mit dem Feingefühl glaube ich dir sofort. Ich merke inzwischen sofort, wenn irgendwo viel Glutamat drin isst und es schmeckt für mich einfach nur noch überwürzt und künstlich. Nahrung soll nunmal nähren und nicht nur stopfen, also muss auch was Gutes drin sein!

      LG
      Liath

  3. Ich bin da meinen Gelüsten häufig ausgeliefert – und sie sind nicht immer vegan (aber wenigstens vegetarisch) Es kann also vorkommen, dass ich an einem Tag 2 Pakete Lebkuchen esse, an einem anderen 3 Pötte Hüttenkäse… Das ist derzeit etwas unbeständig… aber Kürbis, Hafermilch und VK Brötchen – z.Z: auch Postelein – wollen dabei sein 😉

    • Na, wer weiß ob das gerade deine Gelüste sind oder die der kleinen Sternschnuppe, die da in dir wächst. 🙂 Posteleien musste ich nu erstmal googlen, wieder was gelernt.

  4. Ich könnte Deine Liste so mehr oder weniger unterschreiben. =) Nur Haferbrei kenne ich gar nicht – aber ich mag manchmal Frühstücksmüsli (wenn ich überhaupt frühstücke) mit frischen Trauben, Bananen oder so und mit Schokomilch – vegan. Außerdem liebe ich Tomaten und könnte sie kiloweise zu mir nehmen, frisches Brot ebenfalls – wobei ich da auch gerne mit meinem Brotbackautomaten experimentiere.

    Ich stelle, seit ich vegan esse, mehrere Dinge fest:
    – Ich brauche längst nicht alles, von dem ich früher meinte, ohne es nicht leben zu können (Schoki vor allem, was mich wirklich überrascht)
    – Ich schmecke mehr Unterschiede; genau wie Sofia sagt, man merkt deutlich, was einem wirklich gut tut
    – Ich liebe mein Essen, statt es nur zu benutzen – sowohl die Speisen selbst als auch das Einnehmen der Mahlzeiten. Selbst wenn ich vor dem PC esse, nachts nach der Arbeit beim Emails lesen, esse ich langsam und genüßlich.
    – Ich empfinde eine größere Vielfalt im Speiseplan, obwohl ich ja eigentlich Dinge weglasse, weil ich eine ungeheure Lust daran entwickle, selbst Dinge auszuprobieren. Ich kriege sowieso immer leichte Stacheln, wenn es heißt „das macht man aber so“, und das vegane Essen bietet mir die perfekte Plattform dafür, Dinge einfach immer mal anders zu machen.

    Und genau wie Athena empfinde ich es auch als sinnlich und sehr genussreich, zu essen, und tue es oft und gerne. =)

    • Frühstücksmüsli mag ich auch gern (für mich ist Frühstück sehr wichtig geworden in den letzten 2 Jahren). Haferbrei ist quasi meine Wintervariante, das sind einfach nur in Sojamilch gekochte Haferflocken, die dann schön breiig werden. Eine altes, aber gutes „Arme-Leute-Essen“.

      Vegansein bringt mir durchaus auch mehr Vielfalt -allein auch, weil ich mehr ausprobiere, was ich früher nur schief anschaute. Und damit meine ich nichtmal sowas wie Seitan oder Tempeh, sondern eben die unterschiedlichsten Früchte, Gemüsearten, Gewürze und auch Zubereitungsarten.

  5. Ich zelebriere mein Essen immer richtig. Ich kann weder am PC essen, noch wenn nebenher Musik läuft. Ich muss dazu wirklich Ruhe haben. Leider kann ich aufgrund meines kranken Magens nur sehr wenige Lebensmittel dauerhaft essen. Sobald ich es übertreibe, und ich übertreibe leider gerne mal, bekomme ich die Quittung in Form von üblen Magenkrämpfen und Durchfall. Das verleidet mir den Genuss schon ziemlich. Aber manchmal nehme ich das einfach auch bewusst in Kauf, denn ich möchte auch mal Kuchen essen und auch mal „maßlos“ sein. Bei mir trifft die Regel „Iss worauf Du Lust hast, dann ist es auch das Richtige“ nämlich leider nicht zu. Äße ich nur, worauf ich Lust habe, läge ich nach zwei Tagen im Krankenhaus… Leider.
    Aber das mit Bio kenne ich auch sehr gut. Ich esse seit 6 Jahren ausschliesslich Bio und sollte ich mich mal in einen normalen Supermarkt verirren, sehe ich den ganzen Kram da gar nicht mehr als Lebensmittel an, sondern nur noch als ungesunde Konsumgüter. Und dieser Überfluss dort! Schlimm. Ich finde unseren Bioladen schon voll, aber nichts gegen konventionelle Supermärkte…

    • Oha, du Arme, das würde mir wohl auch den Spaß verleiden. Ich muss bei einigen Sachen auch aufpassen, es nicht zu übertreiben – aber das sind zum Glück Dinge, die man eh nicht übermäßig essen sollte, wie Zucker, sehr Fettiges, Alkohol (aber auch Hülsenfrüchte).
      Und das mit den Supermärkten stimmt sicherlich. Ich verstehe auch nicht, warum ein Supermarkt 5 verschiedene Marken mit demselben Produkt, egal ob das nun 5 x Dosenchampignons, 5 x Tomatenmark oder 5 x Kokosnussmilch ist, anbieten muss, obwohl die Unterschiede doch höchstens im Verpackungsdesign wesentlich sind.

  6. Eine Küche ohne Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten könnte ich mir nicht vorstellen. Oder gutes Brot mit Butter und Käse. Äpfel. Verschiedene Kräuter. Nudeln. Öle. Ich bin in einem Haushalt groß geworden, in dem ausschließlich biologisch-dynamische Lebensmittel verwendet wurden und vegetarisch gekocht wurde. In meine Jugend war ich lange Veganerin. Nachdem ich ausgezogen bin, habe ich nicht mehr so auf meine Ernährung geachtet und überhaupt ungesund gelebt. Erst als ich mit meiner Tochter schwanger war, hat sich da wieder ein Bewusstsein entwickelt. Aber ich hatte in der Schwangerschaft Heißhunger auf Fleisch. Meine Tochter wurde lange vegetarisch ernährt, bis sie irgendwann nach Fleisch verlangt hat. Aber das war so selten und neulich meinte sie von selbst „Mama, ich will keine Tiere mehr essen.“, was mich gefreut hat, weil ich mich nun schon länger mit dem Gedanken trage tierische Produkte auf unserem Speiseplan wieder auf ein Minimum zu begrenzen. Sie bekommt im (Waldorf)Kindergarten nur Demeterprodukte und zu Hause versuche ich auch weitgehend biologische Nahrungsmittel zu verwenden aber ich merke oft, dass mein Geldbeutel die Lebensweise, die ich gerne verfolgen würde nicht zulässt. Das bezieht sich nicht nur auf Nahrungsmittel, sondern auch auf Kleidung und Pflegeprodukte und so weiter. Aber ich habe irgendwann angefangen unser Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen und angefangen mich auf das nötigste zu beschränken, was allgemein im Umgang mit Ressourcen der Fall sein sollte, finde ich. So weniger man verbraucht, umso mehr kann man dabei auf Qualität achten. Zum Glück bin ich kein Mensch, der besonders anfällig für Süßigkeiten ist, so das Schokoladenexesse und dergleichen kaum vorkommen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich gern ein gutes Glas Wein trinke und dazu abends regelmäßig eine Zigarette rauche. Und selbst wenn man auch Alkohol und Tabakwaren mittlerweile im Naturkostladen bekommt, sind sie dem Körper und dem Geist nicht zuträglich. Genauso wie Kaffee, auf den ich morgens absolut nicht verzichten kann.
    Dass mit einer bewussten Ernährungsweise auch eine Veränderung des Geistes einhergeht, kann ich nur bestätigen. In den Phasen meines Lebens, in denen ich mich nicht damit auseinandergesetzt habe, was ich zu mir nehme, war ich allgemein abgestumpft und von meiner Spiritualität abgeschnitten. Am besten kann man bei Kindern beobachten, wie sich eine ausgewogene Ernährung und „reine“ Umgebung auf die Entwicklung auswirkt und was für ein Schaden angerichtet wird, wenn der Organismus nur „zugemüllt“ wird.

    Kleiner Tipp für die Winterzeit, da Du Orangen und Zimt liebst:
    Orangen mit Nelken bespicken und aufhängen und Bratäpfel mit Zimt backen. Und am esten noch etwas frisches Tannengrün aufstellen… das duftet!

    • Ui,ein sehr interessanter Beitrag, danke für’s Teilen deiner Erfahrungen!
      Ich weiß zwar nicht, ob ich jemals Mutter werde, aber ich denke, bei Kindern wäre mir eine gute Ernährung auch unheimlich wichtig. Wenn ich sehe, wie schon kleinste Kinder auf der Straße mit Burgern von MacGrausam und Cola gefüttert werden, macht mich das wirklich traurig, denn da ist einfach nichts ansatzweise Gutes drin. Und Kinder werden zudem auch so stark geprägt in dem Alter, was ihre Ernährung angeht.

      Was die Gelüste angeht: Ich denke, mein Körper verzeiht mir ein bisschen Schokolade (Maß halten ist das Stichwort, auch wenn ich es mal vergesse) und auch mal ein Glas Wein ab und an, wenn ich ihm sonst mit Sport und ausgewogener Ernährung genug Gutes tue. 🙂

      Bratäpfel mit Zimt liebe ich! Und die winterlichen Düfte ebenso, man muss es sich ja drinnen so schön wie möglich machen, wenn es draußen bitterkalt ist.

  7. Deine Lebens-Mittel auf der Liste passen wie abgestimmt auch zu mir. Dazufügen kann ich noch die Äpfel und bei den Beeren die Himbeeren, und ohne Käse kann ich, ich gebe es zu, nicht existieren.

    Neu habe ich das Gewürz Kurkuma entdeckt, dieses ist glaub auch im Curry drin, ihm werden speziell gute Wirkungen für die Gesundheit zugeschrieben. Ich werde immer mehr zur Teetrinkerin, alleine auf den Kaffee morgens mag ich nicht verzichten. Fleisch ist glücklicherweise schon länger nicht mehr auf meinem Speisezettel.

    Interessant, was du so schreibst liebe Liathano, ich lese gerne in deinem Blog, auch wenn ich wenig kommentiere.
    Eine gute Woche wünsche ich dir,
    herzliche Grüsse
    Elfe

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