Jahresrückblick in Wort und Bild

Die Rauhnächte haben gestern begonnen. Doch bevor ich begann, für das neue Jahr zu orakeln, habe ich auf das alte Jahr zurückgeblickt.
„Wenn du auf das vegangene Jahr schaust und nicht lachen und nicht weinen kannst, dann war es ein verlorenes Jahr.“ Und wie ich so die Momente vor dem geistigen Auge wieder erlebe, wird klar, es war ein bewegtes, bewegendes Jahr – und damit gewiss nicht verloren.

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Ich war viel draußen, um magische Orte in Berlin und Brandenburg zu erkunden. Ich lernte die Magie der Stadt kennen und schätzen. Meine Batterien jedoch musste ich immer wieder auf dem Land aufladen. Ich möchte es nicht missen, diesen Rückzugsort, wo die Bäume freundlich zur Begrüßung mit den Blättern rascheln, weil man sich kennt.

Leider bin ich dieses Jahr nur einmal gereist, dafür aber in sehr schöne Stadt: Weimar. Fernweh jedoch plagte mich allzu oft und ich hoffe, im nächsten Frühling ein bisschen rumzukommen.

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Ich habe dieses Jahr sehr an meinem Selbstbewusstsein gearbeit, am Mut zur Schön- und Offenheit. Nicht immer leicht und es gab sie manchmal wieder, die Tage, wo ich mich am liebsten gar nicht rausgewagt hätte, wo ich mich zu dick, zu unansehnlich, zu nonkonform fand.

Es half, sich durch die Augen anderer zu sehen. Ich danke besonders ein paar ganz lieben FotografInnen, die die Seelen ablichten statt der Körper, die mich inspirieren. Ich hoffe, mir selbst bald eine gute Kamera zulegen zu können und mich der Menschenfotografie zu widmen.

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Ganz neue Wege warteten dieses Jahr darauf, zaghaft beschritten zu werden. Ein neues Projekt, das mal kinderleicht, mal voller Schwierigkeiten daher kam. Viele neue Begegnungen – manche entwickelten sich zu wunderbaren Freundschaften, auf andere hätte ich gern verzichtet.

Viele Menschen habe ich dieses Jahr ziehen lassen. Manche haben sich derart zum Negativen verändert, dass sie mehr Feind denn Freund zu sein schienen. Andere konnte ich nicht mehr ertragen, weil ich mich verändert habe – gerade die Einstellung „Massentierhaltung ist doch okay, weil sie mir mein günstiges, tägliches Fleisch erlaubt“ oder „Frauen sind nunmal das schwächere Geschlecht, das erlaubt mir auch, sie so behandeln“ kann ich einfach nicht mehr mit genügend Toleranz ertragen. Einerseits macht mich das traurig, so viel Distanz herbeigeführt zu haben. Andererseits weiß ich, dass jene Menschen, die mir geblieben sind, mir auch ähnlich genug sind in den wirklich (mir) wichtigen Dingen, sodass ich ein inniges Band zu diesen aufbauen kann. Und ich bin froh, dass mein Partner auch immer wieder mein bester Freund war.

Die Karten, die mich dieses Jahr wohl am Häufigsten begleitet haben, waren „Die Hohepriesterin“, „Der Ritter der Stäbe“ und die „9 der Schwerter“. Sie stehen für spirituelle neue Herausforderungen und einen verbesserten Zugang zu meiner Intuition, ein manchmal recht feuriges, aggressives Klima und so manche durchwachte und durchdachte Nacht voll Kummer. Aber auch die Münzen waren oft vertreten, denn es war ein Jahr voll innerer Reichtümer und kleiner, wundervoller Geschenke. Und natürlich hatte auch „Die Sonne“, meine Jahreskarte, großen Einfluss.

Jetzt geht also auf ins Jahr 2013. Ich bin sicher, es wird abenteuerlich und schön. 🙂

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14 Gedanken zu “Jahresrückblick in Wort und Bild

  1. Wie interessant… meine Jahreskarte war der Mond 😉
    Klingt doch eigentlich nach einem guten Jahr für mich, im Großen und Ganzen.
    Wunderschöne Bilder, sowohl von Dir, als auch von den verschiedenen Eindrücken.
    Natürlich hat es mich sehr verwundert zu lesen dass es Phasen gab in denen Du Dich unansehnlich fühltest…. Aber vermutlich hat das einfach jede Frau mal. Und ganz ehrlich: Wer will schon normkonform sein? =)
    Fröhliche Feiertage noch, bis bald :-*

  2. Danke für den Einblick in dein Jahr… das war sehr lieb… und da es im großen und ganzen doch ganz gut gewesen war (?) wünsche ich dir einfach, dass das neue genauso gut und noch viel besser wird 🙂

  3. Danke für den tollen Einblick! Es ist leider nicht immer einfach, mit sich selbst klar zu kommen. Umso schöner, dass Du für Dich Mittel gefunden hast, um doch zumindest den Fokus wieder zurechtrücken zu können.

    Ich wünsche Dir besinnliche Rauhnächte und ein tolles neues Jahr!

  4. Was für ein schöner Beitrag und die wunderbaren Bilder!

    Bin schon total gespannt was 2013 für uns alle bereithält. Gesegnete Raunächte und ein zauberhaftes neues Jahr wünsche ich dir!

    Herzliche Grüsse
    Nicky

  5. Ein sehr schöner Jahresrückblick, der in sich schon Gedanken, Wünsche und Hoffnungen fürs Neue Jahr in sich trägt! Mir fehlt im Moment leider die Zeit für einen intensiven Rückblick und Vorschau ins Neue Jahr, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. 🙂 Ich werde das aber noch nachholen. 😉 Meine Jahreskarte war die Hohepriesterin und im Lauf des Jahres habe ich sehr häufig darüber nachgedacht und festgestellt, wie treffend diese Karte für mich war. Ein bewegtes Jahr, viele Veränderungen, und ich habe viel (und bewusst) gelernt. Ein Jahr, das ich nicht missen möchte.

    Einen guten Start ins Jahr 2013, Dir liebe Liath, und euch allen hier im Blog!

    Lailokeny

  6. Liath, das ist ein toller Beitrag. Soetwas wie Jahreskarten kannte ich noch gar nicht, ich habe mir letztes Silvester drei Karten gezogen – mit der Frage: Was hält das Jahr 2012 für mich bereit? Das waren Klarheit, Tod und neue Zukunft bzw. der Stern… und genauso ist es gekommen und ich bin sehr froh darüber!
    Ich freue mich auf 2013 und wünsche dir einen guten Ritt ins neue Jahr 😉

  7. ein wunderschöner Jahresrückblick.Die Bilder inspirieren einen direkt und regen die Phantasie an.Auf ein schönes neues Jahr…

    Einen guten rutsch ins neue Jahr!

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