Rezension: Luisa Francia – Die Magie der Steine

francia_magie_ok_Layout 1Luisa Francia ist den meisten Frauen als Autorin spiritueller Bücher wohl bekannt, bereichert sie uns doch schon seit circa 30 Jahren mit wunderbar unkonventioneller Literatur, die irgendwo zwischen magisch, feministisch und alltäglich liegt.

Ihr neuestes Buch heißt „Die Magie der Steine – Weshalb wir sie lieben, mit nach Hause nehmen und wie sie uns helfen können“. Der Titel verrät bereits ganz gut, worum es darin geht: um Steine. Genauer gesagt geht es in dem reich bebilderten Werk um große Steine, kleine Steine, Edelsteine und Kiesel, heilende, magische, schöne und schlichte Steine und alles, was man braucht, um zu Steinen einen Kontakt zu knüpfen und sie ganz neu kennen und lieben zu lernen. Ich würde auch sagen: um zu lernen, mit ihnen zu arbeiten, aber eigentlich wird das der Beziehung nicht gerecht, die Luisa Francia in diesem Buch gegenüber Steinen anregt. Es fehlen aber wie immer auch nicht zahlreiche persönliche Geschichten aus dem abenteuerreichen Leben von Luisa Francia. In diesen erzählt sie, wie sie zu bestimmten Steinen kam, steinerne Kultplätze besuchte oder wie Steine ihr Leben bereichern. Gänzlich unesoterisch geht Luisa darauf ein, wie man echte Edelsteine von Fälschungen unterscheiden kann und welche Steine besonders oft gefälscht werden.

Das Buch ist vor allem eines: wunderschön aufgemacht. Zahlreiche Fotografien und Malereien von Luisa zieren die durchgehend farbigen Hochglanzseiten, das ist – gerade für Steinfreunde – ein echter Augenschmaus. Es ist aber auch lehrreich, obwohl es sich sehr von anderen Steinbüchern auf dem Markt unterscheidet. Es sagt dem Leser nicht, welcher Stein zu wem passt oder welcher sog. Heilstein welches Leiden kuriert. Vielmehr zeigt es Wege auf und ermutigt, diese Dinge selbst zu erfahren und zu lernen und fordert dabei auf, den Stein erstmal für sich zu gewinnen und zu erspüren, bevor man von ihm erwartet, irgendwelche Wunder zu vollbringen. „Die Magie der Steine“ spornt den Leser auch nicht an, in die nächste Esoterik-/Steinhandlung zu gehen und munter Steine zu kaufen, die womöglich grausam dem Leib von Mutter Erde entrissen worden sind. Edelsteine sind nicht besser als gewöhnliche gefundene Steine, das betont die Autorin. Man muss nicht steinreich sein und sich dutzende teure Kristalle leisten, um die Ideen dieses Buches umsetzen zu können – nur reich an Steinen und Intuition sollte die Leserin sein.magiesteine

Dieses Prinzip, alles simpel und aus dem Bauch heraus zu gestalten, findet sich auch in dem magischen Teil des Buches mit seinen Ritualen, Meditationen und Steinorakeln. Die kurzen Anregungen, die Luisa hier für die rituelle, heilende oder sonstige Arbeit mit Steinen erläutert, sind denkbar einfach umzusetzen und brauchen in der Regel nur Stein(e), Mensch(en) und das Gespür des einen für den anderen.

Fazit: Luisa Francia liebt Steine und das merkt man diesem Buch nicht nur an – sie schafft es auch, dass der Funke überspringt, wenn man selbst noch nicht vernarrt genug in Steine war. Vollgepackt mit nützlichem Wissen, zauberhaften Fotos, interessanten Geschichten und einer Anleitung, sich selbst in die Geheimnisse und Magie der Steine einzuweihen.

Bewertung: Dafür gibt es 5 von 5 steinernen Helfern.

Daten: „Die Magie der Steine“ von Luisa Francia

Gebundene Ausgabe,  144 Seiten
Verlag:  Nymphenburger
ISBN-13: 978-3485014038

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12 Gedanken zu “Rezension: Luisa Francia – Die Magie der Steine

  1. Danke für diese tolle Rezension! Jetzt bin ich auch ein bisschen Feuer und Flamme dieses Buch zu lesen 🙂 Hast du Luisa Francia schon mal live erlebt? Ich habe sie bisher 2 mal getroffen und war jedes Mal hin und weg von ihrem Wesen 🙂

    Liebe Grüße )O(
    Darja

    • Hallo Darja,
      bisher habe ich Luisa leider immer verpasst, wenn sie in Berlin war. Ich hoffe aber, sie irgendwann doch noch zu erleben, sie ist sicher eine starke Persönlichkeit!

  2. Nach Deiner Beschreibung habe ich es gerade erst einmal in meiner Lieblingsbuchhandlung bestellt.
    Dankeschön!

    Herzliche Grüsse
    Silberweide

  3. Es gibt nur ein großes spirituelles Problem bei der Arbeit mit Edelsteinen… habt ihr euch mal durchgelesen, unter was für umweltschädigenden und menschenunwürdigen Umständen Edelsteine (und Metalle) abgebaut werden? Ich halte es für spirituell zumindest problematisch, so etwas für „Heil-„Arbeit einzusetzen. Auch wenn sie noch so schön sind. Das ist das moderne Äquivalent zum Blut ungetaufter Kinder… (Okay, ich übertreibe natürlich grandios, aber ich frage mich trotzdem, wie das zusammenpasst.)

    • Diandra, hast du den Artikel gelesen? Luisa betont wieder und wieder, dass es total schnuppe sei, ob man nun einen „Heilstein“ oder einen Kiesel, Feldstein oder sonstwas nimmt, weil es auf die Beziehung zum Stein bzw. von Mensch und Stein ankommt. Uns sie schreibt auch, dass sie es grausam findet, wie Steine abgebaut werden und wo man selbst überall Edelsteine finden kann, was die bessere Alternative sei, wenn man denn „edle“ Steine haben möchte statt „gewöhnlicher“.

  4. Na prima, und ich habe selbstauferlegtes Buchkaufverbot. Aber es steht schon auf meinem Wunschzettel für Geburtstag oder Yule.
    Danke für deinen Bericht!
    Liebe Grüße
    Alruna

  5. Klingt wirklich gut! Ich bin über das Buch jetzt schon auf mehreren Blogs gestolpfert. Und obwohl ich Luisa Francia sehr gerne mag, kam dieses Werk für mich bisher eher nicht in Frage. Einfach weil ich schon so viele Bücher über eben diese im Regal stehen habe und mich fragte, was hier ran noch groß anders sein sollte. Aber es scheint sich ja doch schon sehr zu unterscheiden… Tja, jetzt überlege ich wieder 😉

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