Insomnia

Ah, da ist sie wieder. Diese gemeine Schlaflosigkeit. Eine Nacht lang sicher erträglich – doch dann kommt die nächste, in der man sich hin und her wälzt, müde ist, Schlaf nachholen will, auf die Uhr starrt, sich die Haare rauft, versucht nichts zu denken, ruhig zu werden, sich einzulullen. Und jede Nacht wird es schlimmer, bis man schon fast panisch wird, wenn das Bett ruft – nicht gerade förderlich, um zur Ruhe zu kommen, die Angst vor der Angst.

Es gibt viele Hausmittel gegen Schlaflosigkeit. Von entspannenden ätherischen Ölen oder Kräutertees mit Lavendel, Melisse, Hopfen, Baldrian und Co bis hin zu Nahrungsmitteln, die bestimmte Stoffe im Körper ausschütten, die müde machen. Es gibt besonders ruhiges Abendyoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Meditationen zum Einschlafen. Rituale finde ich wichtig, wenn es um’s Schlafen geht – 15 Minuten Abendyoga im Pyjama, während sich dank der Duftlampe Lavendelgeruch verbreitet, dann den Kopf auf das Kräuterkissen legen und ganz leise im Hintergrund ein Hörbuch hören wäre so eine angenehme Nachtroutine. Vielleicht noch ein Glas warme Bananen(soja)milch (Bananen bringen dem Körper Melatonin, das entspannt und beruhigt, das Gleiche gilt für Soja und das enthaltene Tryptophan) dazu. Leider hilft das alles nichts, wenn dieser Insomniageist dich fest im Griff hat, wenn sich das ins Bett gehen anfühlt wie das in eine aussichtslose Schlacht reiten. *seufz* Am allerliebsten würde ich gerade irgendwohin fliehen, wo ich im Moos unter dem Sternenhimmel in einer warmen Sommernacht schlafen darf, ohne Verpflichtungen am nächsten Morgen, ohne den Lärm von Nachbarn, ohne den Schreibtisch neben dem Bett.

schlafend

Was macht ihr, wenn ihr nicht schlafen könnt?

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23 Gedanken zu “Insomnia

  1. Ganz wichtig ist es, dass du auf keinen Fall auf die Uhr schaust. Versuchs mal damit: Leg dich ganz bequem hin und öffne in deiner Vorstellung eine Dachluke, durch die du alle Gedanken, Personen, Probleme usw. hinausschickst, dann entspanne all deine Muskeln von den Füßen an beginnend, nach oben, konzentriere dich jetzt nur auf die Muskelentspannung, der Atem kommt und geht. Jetzt beginne eine Meditation. Versuchen die Gedanken wieder zu plappern, schicke sie hinaus. Damit mache ich gute Erfahrungen. Sende dir gute Gedanken!

    • Das mit dem Gedanken ziehen lassen mache ich in einer anderen, aber vom Prinzip her sehr ähnlichen Visualisierung auch, genau wie die Muskelentspannung – hilft leider nicht. Diese Angst vor dem Nichteinschlafenkönnen macht mir nämlich schon Herzrasen und eine krasse körperliche Unruhe, die kaum mehr zu bändigen ist.

  2. Wenn ich nicht schlafen kann, stimmt etwas nicht mit meinen Lebensumständen. Meistens bin ich unter- oder überfordert, verspüre Angst, Druck o.ä. Dann hilft bei mir eigentlich nur: Lebensumstände ändern.

    • Ich fürchte, bei mir sind es auch verschiedene Umstände, von denen sich leider nicht alle spontan ändern lassen, wie beispielsweise eine im Moment eher ungünstige Wohnsituation mit einer nachtaktiven Mitbewohnerin …

  3. Lesen ❤ und meine Hunde und Katzen im Bett.
    Und, um tagsüber Kraft zu tanken, ein Mittagsschlaf.

    Aber ich leide nicht unter Schlaflosigkeit, zum Glück.

    • Ich lasse nachts ja lieber vorlesen, weil meine Augen dann immer schon so müde sind und brennen. 😉 Und so ein warmes, schnurrendes Fellknäuel im Bett stelle ich mir auch beruhigend vor, solange es auch so bleibt.

  4. Hallo Liath,
    ein Schreibtisch mit im Zimmer ist nach Feng Shui natürlich sehr ungünstig, aber ich höre aus deiner Wohnsituation heraus, dass sich das grad nicht ändern lässt. Seitdem ich mein Bett Richtung Osten gestellt habe (und es steht jetzt schräg im Zimmer), schlafe ich sehr gut.
    Ansonsten, wenn du so eine Angst davor hast, einzuschlafen, dann versuche nicht mehr, einzuschlafen. Zwing dich nicht mehr dazu. Solche Dinge sind ja auch oft ein Zeichen dafür, dass man die Kontrolle nicht abgeben will. Was könnte passieren, wenn du schläfst? Wovor hast du in Wirklichkeit Angst? Das sind Fragen, die ich mir stellen würde. Hast du schon mal die Karten dazu befragt? Schlafstörungen sind ja oft stark mit der Psyche verbunden.
    Alles Gute dir!

    • Ja, leider habe ich ja nur ein WG-Zimmer, das eben Wohn- Schlaf- und Arbeitszimmer in einem ist, das wird sich erst nächstes Jahr wieder ändern. Meinst du mit dem Fuß- oder mit dem Kopfende nach Osten und warum hast du das so gemacht? Im Prinzip zeigt mein Zimmer ja auch genau nach Osten.

      Ich habe nicht Angst davor einzuschlafen, sondern Angst davor NICHT einzuschlafen, das ist ja das gemeine. Ich glaube, die Angst, die ich sofort habe, wenn ich mal 2 Nächte keinen Schlaf finde, hängt mit meinem Vater zusammen. Der hat seit 15 Jahren massive Schlafstörungen, unter denen er sehr leidet und die sich auch mit Tabletten und Psychotherapie nicht haben bekämpfen lassen. Natürlich sorge ich mich da, dass ich das vielleicht geerbt habe …

      Danke dir!

      • Ich meine mit den Füßen nach Osten. Ich hab das so gemacht, weil das nach Feng Shui gut sein soll: die Sonne geht im Osten auf und im Westen geht sie unter. Seitdem schlafe ich immer sofort ein, sobald ich das Licht ausmache. Du hast wahrscheinlich soviel Angst davor, es von deinem Vater geerbt zu haben, dass es sich von allein „erfüllt“? So etwas kenne ich selbst auch, aber bei einem anderen Thema… Ansonsten lese ich immer solange noch im Bett, bis meine Augen total müde werden und von allein zufallen. Aber das wirst du wahrscheinlich schon längst ausprobiert haben.
        Ganz liebe Hexengrüße

  5. Kommt bei mir zum Glück nicht oft vor. Und wenn, dann lese ich ein Buch mit ganz kleiner Schrift und funzligem Licht, das die Augen so anstrengt bis sie zufallen.
    Aber seit die Katzen bei mir im Bett schlafen, brauchte ich das Mittel noch nie 🙂

    Gut sei auch ein Glas Starkbier am Abend oder Melissentee.

    Schlaf bald wieder gut!!!

    • Meine Augen brennen nachts vom ganzen Lesen tagsüber eh schon ganz schön. Hach, die Katzen würde ich auch gern nehmen! Schnurrgeräusche sind so beruhigend und wenn einer weiß, wie man entspannt und schläft, dann Katzen.

      Oha, ich nehme eher Tee als Bier *schüttel*. Danke dir!

  6. Hm ich mache einen Abendspaziergang bei uns im Park in der Dämmerung. Da kann man die Käuzchen beobachten, das macht mich glücklich. Dann schlafe ich besser. Und manchmal hilft es – auch wenn man Alpträume hat – das Kopf- mit dem Fußende im Bett zu vertauschen, also man legt sich andersherum ins Bett. Wenn gar nichts hilft, so eine Entspannungs-CD, (ich stehe auf Eberwein). da schlafe ich dann irgendwann beim hören ein. 🙂 Ich wünsche dir alles Liebe.

  7. Hey,

    Ich habe seit 3 Jahren Insomnie, schlafe mit viel Glück und unterstützung max. 5 Std pro Nacht in Etappen, normal sind aber eher um die 3 Std.
    Hilfreich ist ein Entspannungsöl von Weleda auf die Brust gerieben, 5 Tropfen äth. Lavendelöl eingenommen auf Olivenöl, Rescue Tropfen und oben schon genanntes.
    Dazu hilft auch frische Luft, das Schlafzimmer gut lüften vor dem schlafen und lass es dir so egal wie möglich sein dass du schlafen willst.
    Leg dich einfach hin, entspanne den Körper so gut es geht und fühle einfach in dich rein und guck wo was klemmt.

    • Oh je, wie hälst du das denn aus, du Arme? Ich bin total gerädert, wenn ich weniger als 6 (ideal sind 7 bis 8 für mich) Stunden schlafe. 😦 Gut gelüftet ist bei mir stets, deine Tipps werde ich mir mal zu Herzen nehmen. Ich hatte mich schon gefragt, ob es irgendwie was Schönes zum Einreiben gibt, danke!

      • Ich armeR 😉
        Naja, augen zu und durch, mehr bleibt mir da erstmal nicht übrig,
        Über Tag versuche ich hier und da mich mal für eine halbe bis ganze Stunde hinzulegen, weil es einfach nicht anders geht.
        Schlaftabletten hab ich auch mal versucht, die bringen bei mir rein gar nichts, leider.
        Bald sind Ferien, wenn meine Jungs dann zu Hause sind und morgens nicht so früh raus müßen, kann ich meinem Rhythmus etwas entgegen kommen. Am wenigsten schlecht und von der Stundenzahl am meisten schlafe ich wenn ich am Morgen so gegen 3 ins Bett gehe und bis 9 oder 10 Uhr schlafen kann.

      • Ach, entschuldige für die Geschlechterverwechslung, ich habe ja auch schon bei dir gelesen, aber ich merke mir Namen so schlecht (und hier lesen vermutlich zu 85% Frauen mit).
        Tatsächlich war in meiner Studienzeit, wo ich immer spät in die Uni musste, mein natürlicher Rhythmus auch so ähnlich wie du ihn erwähnst. Inzwischen habe ich das an sich ganz gut umgestellt, muss man ja.

      • Kein Problem, der Name verleitet ja auch dazu als weiblich angesehen zu werden.
        Das schräge ist, dass ich meinen Rhythmus in keinster Weise umgestellt bekomme. Durch und durch Nachteule.
        Und Namen kann ich mir auch in keinster Weise merken 🙂

  8. Wenn ich (stressbedingt) nicht einschlafen kann und auch Homöopathie/Bachblüten nicht wirken, rechne ich Mathematikbeispiele. Das klingt vielleicht absurd, hilft dem Kopf aber, sich auf eine logische Sache zu fokussieren und unruhig machende Strömungen des Unterbewusstseins für eine gewisse Zeit auszublenden. Am besten sind solche Beispiele, die nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht sind, sodass ein gewisser Anstrengungslevel gegeben ist.
    Ansonsten kann ich Aromatherapie wärmstens empfehlen. Einfach in einer Apotheke (Reformhaus?) durch sämtliche ätherische Öle durchschnuppern und das (oder diejenigen), worauf Du ansprichst, erwerben und immer wieder daran riechen.

    Alles Liebe!

    • Oh je, ich hasse Mathe, davon bekomme ich ja Albträume. 😉 Aber der Hinweis ist gut, ich würde es vielleicht mal mit Wort- oder Logikrätseln probieren, das liegt mir eher. Aromatherapie hilft mir wenn es nicht zu schlimm ist auch ganz gut, habe jetzt ein Kopfkissenspray mit Lavendel und Ylang Ylang.

  9. Wenn ich nicht schlafen kann, stelle ich mir vor, ich läge in unserem früheren Haus oder in meiner alten Wohnung im Bett…ich stelle mir alles ganz genau vor, wie es früher dort aussah, jedes Detail..und dann stelle ich mir vor, wie ich dort aufstehe, und durch die Wohnung/das Haus (Haus meiner Oma, oder wo auch immer ich je gewohnt habe) laufe. Ich stelle mir den Teppich oder den Fußboden unter meinen nackten Füßen vor und wo die Zimmer lagen, usw… weiter komme ich meist gar nicht 🙂 Oder ich reime. Dabei sind schon ganze Gedichte entstanden, die dann leider aber am nächsten Morgen wieder weg waren -,- Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg 🙂

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